Mittwoch, 30. Januar 2013

Vegan Food Porn #11

Zuerst einmal: Danke für die rege Diskussion unter meinem letzten Blogpost. Das Thema ist wichtig und hochinteressant und vielleicht werde ich bei Gelegenheit noch mehr dazu schreiben. Momentan spukt mir sowieso so viel im Kopf herum, was ich gerne in einem Blogpost verarbeiten würde, doch gleichzeitig fehlt mir leider die Zeit, denn ich muss lernen, lernen, lernen, zwischendurch noch arbeiten, Haushaltskram machen und in den nächsten Wochen stehen auch so viele Arzttermine an – da komm ich irgendwie zu nix.

Daher jetzt mal etwas ganz unverfängliches und doch lange überfälliges. Ein neuer Futter-Foto-Eintrag. Der letzte ist tatsächlich 3 Monate alt. Unglaublich. Ich habe in dieser Zeit allerdings wirklich (da ich durch Praktikum, Uni, Arbeit und Privatleben so beschäftigt war) nicht ganz so viel neue Rezepte ausprobiert. Klar, schon einige, aber oft waren es auch eben nur meine liebsten Gerichte, die ich schon X Mal gekocht und auch fotografiert habe – und das wäre ja zu langweilig, die hier immer wieder zu zeigen. Daher habe ich mir mit dem Sammeln Zeit gelassen ;)

Los geht´s!

gemüse

Ich war gestern mal wieder auf dem Wochenmarkt (ich liebe es!) und habe einen feinen Vorrat für die nächste Woche angelegt.

grünkernburger

Grünkernburger <3

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Mutter-Erde-Suppe (inspiriert von der Wilden Wöflin) mit Kartoffeln, Süßkartoffel, Fenchel, Möhren, Sellerie und Pastinake. Dazu Vürstchen.

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Sonntagsfrühstück an einem Montag. Geht gut. Diesmal French Toast und frisch gepresster Orangen-Blutorangen Saft. Den könnte ich zZ täglich trinken.

nussbraten

Den Nussbraten (ich hab das Rezept veganisiert und verschiedene Nüsse genommen) gab es in der Weihnachtszeit gleich zwei Mal. Sehr lecker!

donut

Ich habe vegane Donuts gemacht. Das ist gar nicht so leicht, finde ich. Für den ersten Versuch sind sie aber schon sehr lecker geworden. Auch wenn es wahre Fettbomben sind.

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Grünkernbratlinge (nach dem Rezept von Vegan lecker lecker) und ein Paprika-Cashew Aufstrich (Rezept folgt) – habe ich zum veganen Brunch im Autonomen Zentrum in Köln letzten Sonntag mitgebracht.

weihnachtsessen

Rotkohl, “Cowgirl” Hacksteaks von Viana und Vitelotte-Kartoffeln. Unser Essen am 2. Weihnachtsfeiertag.

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Heiße Schokolade mit Orangenschale <3

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Hot Dogs! Nomnomnom.

Das war´s auch schon wieder :D

Mittwoch, 23. Januar 2013

Das N-Wort in Kinderbüchern–meine Meinung zu der ganzen Sache.

Es ist ja in den letzten Tagen ein großes Thema gewesen. Die Zeit berichtete mehrfach darüber, ebenso die TAZ und sicher viele andere Zeitungen, gestern Abend sah ich dann noch kurz einen Teil eines Berichtes im Fernsehen darüber (sorry, ich habe nicht darauf geachtet welcher Sender das war) – es geht um die Debatte, ob rassistische Wörter wie, ich schreib es jetzt mal aus “Neger” oder “Negerlein” (in der Kleinen Hexe) aus Kinderbüchern gestrichen werden sollen. Angeblich halten das gerade viele Menschen mit hohem Bildungsniveau für Zensur…

Ich denke, dass dies wieder eine der Endlosdebatten sein wird, bei der wohl niemand von seinem Standpunkt abrücken und alle sich immer weiter gegenseitig anmeckern werden, bis es langweilig wird. Daher möchte ich hier auch nicht unbedingt eine riesen Diskussion vom Zaun brechen – es sei denn ihr wollt es^^ – ich will eigentlich nur meine Meinung wieder geben.

Kurz und knapp: Ich finde solche rassistischen Worte haben 2013 in (Kinder)Büchern nichts verloren. Meiner Meinung nach sollten sie unbedingt ersetzt werden – das dies gut klappen kann haben die Pippi Langstrumpf Bücher ja schon gezeigt – 2009 wurde aus Pippis Vater dem “Negerkönig” der “Südseekönig”. Ist das jetzt Zensur? Verändert das die Geschichte inhaltlich irgendwie? Stört es den Lesefluss? Ist das respektlos gegenüber dem ursprünglichen Werk? Meiner Meinung nach nicht – ich finde, dass neue Wort klingt, ungeachtet davon, dass es nicht rassistisch besetzt ist, viel besser. Wer nicht wusste, dass dort vorher etwas anderes stand, wird beim Lesen sicher nicht denken “Hmm, also irgendwie passt dieses Wort hier so gar nicht rein” – und meiner Meinung nach wird damit auch die Wertschätzung, die man Lindgrens Werk zeigt auch nicht geringer – ich denke nämlich nicht, dass sie rassistisch war, sondern einfach ein Mensch ihrer Zeit, der dieses Wort als “normal” kennen gelernt hat. Wenn sie so war, wie ich es aus Texten über sie herausgelesen habe, dann war sie keineswegs rassistisch, sondern eine sehr offene und in vielen Dingen sogar fortschrittliche Frau – ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich verbissen an einem einigen Wort festklammern würde, anstatt es zu ändern – wissend, dass es viele Menschen verletzt.

Das große Problem, welches ich mit dieser Debatte habe, ist, dass man zwar brav viele Literaturwissenschaftler und sonstige Leute zu Wort kommen lässt – aber ich habe so gut wie nie gesehen oder gelesen, dass man speziell POC (People of colour) – also in dem Fall Menschen afroamerikanischen Ursprungs dazu befragt, wie sie das Wort denn finden. Warum nicht? Wenn jemand das Recht hat, über ein diskriminierendes Wort zu urteilen, dann doch wohl ein Mensch, den es diskriminiert? Ich kann hier meine Meinung lang und breit ausführen, wirklich beurteilen, wie schlimm das Wort für einen Schwarze ist, kann ich nicht – denn ich bin keine und so habe ich auch nicht das Recht dazu. Und ich kenne auch kein Wort, welches für mich als weiße Frau ähnlich negativ besetzt ist – zumindest fällt mir gerade keins ein. Ich finde es völlig verständlich, dass dunkelhäutige Menschen sich von dem Wort beleidigt und verletzt fühlen – schließlich war es, meiner Meinung nach, seinen Ursprung in einer Zeit habend in der es Sklaven gab, niemals wirklich wertfrei sondern von Anfang an abwertend. Von manchen Menschen war es vielleicht nicht so gemeint, wurde auch nicht so empfunden, weil sich das Wort irgendwann im alltäglichen Sprachgebrauch gefestigt hatte – daher möchte ich auch niemanden als Rassistin bezeichnen, die das Wort früher mal ihn ihre Bücher geschrieben hat – aber heute ist es doch wirklich absolut nicht mehr zeitgemäß.

Man kann über Zensur in Büchern diskutieren wie man will – ich finde das ausschlaggebende Argument ist, dass sich Menschen davon verletzt fühlen (zurecht!) und alleine das sollte doch ausreichen, das Wort zu streichen.

Ich habe als Argument gelesen, dass man es besser finden würde, bliebe das Wort in Kinderbüchern erhalten – so könnte man seinen Kindern doch – immer direkt wenn es auftaucht – erklären, wie das Wort früher und heute benutzt wurde – dass man es nämlich eigentlich nicht mehr verwendet und dass es rassistisch ist. Ja, klar kann man das machen. Die Frage ist nur, wie viele Eltern sind wirklich so reflektiert, das zu tun, wie vielen hingegen ist es einfach egal oder sie finden das Wort sogar gut und verwenden es bewusst weiter? Die Frage ist auch, was bleibt bei kleinen Kindern hängen? Das Wort an sich, welches dann einfach weiter in ihren Wortschatz einwächst oder ausschweifende Erklärungen der Eltern über Rassismus und Diskriminierung – die Kinder in jungen Jahren womöglich noch gar nicht komplett begreifen können?

Auf Facebook tauchte gestern der Brief der 9-jährigen Ishema auf, welche der Zeit erklärt, warum man manche Wörter besser streichen sollte. Natürlich wurde hier auch wieder direkt angezweifelt, ob der Brief nicht ein Fake ist – selbst wenn es so sein sollte, könnte er ohne weiteres von einem kleinen, wie sie selber sagt “milchkaffee-braunen”  (süß<3) Mädchen geschrieben worden sein – das wirkt für mich kein bisschen unrealistisch.

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Ich finde den Brief klasse – endlich kommt mal eine Person zu Wort, die wirklich das Recht hat, über solche Worte zu urteilen, weil sie selber von ihm diskriminiert wird.

Mit anderen negativ besetzten Dingen ist es doch auch so, dass sie, zurecht, aus unserem Alltag verschwinden. Niemand, in Deutschland, der nicht extrem zweifelhaftes Gedankengut besitzt, würde weiterhin Hakenkreuze  verwenden – dabei ist das Symbol, vieeeeel, viel älter als der Nationalsozialismus und ursprünglich so gar kein negatives Symbol. In Indien ist die Swastika weiterhin ein Glückssymbol und das ist sie schon ewig lange – aber in Deutschland wird dieses Symbol auf ewig negativ besetzt sein (zurecht!) und da höre ich auch niemanden, der sich darüber aufregt, dass man das Symbol ja nicht zensieren dürfe, weil es, auch wenn es heute für Antisemitismus und den Holocaust steht, früher ja mal eine andere Bedeutung hatte. Dieses Beispiel ist natürlich kulturspezifisch, in anderen Ländern hat das Symbol noch eine positive Bedeutung, aber schließlich sind es ja auch die Deutschen, die in dem Fall die Scheiße gebaut und das Symbol missbraucht haben. Wieso sollte es dann auch mit einem Wort, welches vielleicht mal von Leuten neutral verwendet wurde (meiner Meinung nach aber immer einen abwertenden Beigeschmack hatte) heute aber nur noch rassistisch ist, nicht genau so gemacht werden?

Natürlich kann man dann anfangen zu fragen, wo die Grenze zu ziehen ist. Darf man auch nicht mehr Zigeunerschnitzel sagen? Wieder so eine Endlosdebatte. Im Trash Chic, meiner Lieblingskneipe, in der man auch vegan essen gehen kann, stand kürzlich mal ein Sinti & Roma Schnitzel an der Tageskarte. Ich fand´s gut. Mag vielen lächerlich vorkommen, aber auch hier gilt für mich wieder: was sagen denn die Betroffenen dazu? Klar klingt es für unsere Ohren erst mal ungewohnt, solche neuen Begriffe zu hören, aber Leben bedeutet doch auch Weiterentwicklung und aus Fehlern lernen, oder? Und wenn man eine ethnische Gruppe mit einem Wort diskriminiert, dann sollte man das eben ändern. Das finde ich wichtiger, als das Beharren auf den guten alten Wörtern. Sprache verändert sich eh ständig – das Deutsch von vor einigen hundert Jahren hätten wir heute kaum verstanden und vielleicht wird es unseren Nachfahren mit unseren Überbleibseln ähnlich gehen. Die meisten Wörter werden auf lange Zeit gesehen sowieso irgendwann, durch Zufall, durch Bedeutungslosigkeiten, durch andere ersetzt. Aber wenn es dann mal einen guten Grund dafür gäbe, nämlich Menschen nicht zu verletzen, dann ist das plötzlich ein riesen Problem? – Mein Senf zu dem Thema. Und der wird auch so bleiben, denn ich stehe da zu meiner Meinung. Aber ich freue mich natürlich trotzdem sehr über Kommentare und eure Meinung zu der Sache.

Montag, 21. Januar 2013

Buchreview: Vegan kochen mit Ente

Kurz vor Weihnachten bekam ich das Kochbuch “Vegan koche mit Ente” von Compassion Media als Rezensionzexemplar zugeschickt – Danke dafür. Das Kochbuch ist gerade erst erschienen, enthält 60 vegane Rezepte und ist für 10€ u.a. hier zu erwerben. Das Kochbuch trägt den Zusatztitel “Ein Solikochbuch für die Tierbefreiungsbewegung” – der Gewinn, den der Autor mit diesem Buch macht, spendet er u.a. verschiedenen Lebenshöfen, auf denen befreite Tiere leben – das finde ich schon mal sehr positiv und unterstützenswert. Entes Nähe zur Tierbefreiungsbewegung und zur, wie ich einfach mal annehme, Antifa Szene ist im ganzen Buch wieder zu finden – das sieht man schon am Cover und an dem kleinen Logo, welches die Menge der Portionen angibt, für die ein Rezept ausgelegt ist. Außerdem kann man es an Rezeptenamen wie “Antinationale Bohnensuppe” erkennen. Ich finde diese kleinen Besonderheiten ganz witzig – zwar gehöre ich weder zur Antifa, noch zur Tierbefreiungsszene, doch ordne ich mich politisch natürlich trotzdem ganz deutlich links ein und finde die Arbeit, die Tierbefreier leisten wunderbar. Die Rezepte sind überwiegend eher einfach und mit günstigen, leicht erhältlichen Zutaten herstellbar – das finde ich wirklich klasse für Leute, die eher nicht zu viel Geld für Lebensmittel ausgeben können oder wollen und die auch keine Lust haben, extrem viel Zeit in die Beschaffung der Zutaten investieren zu müssen.
Das Buch gefällt mir optisch ganz gut, zwar bin ich eher ein Fan von weniger knalligen Farben, als denen auf dem Cover, aber innen finde ich es sehr cool gestaltet und auch die Fotos der Gerichte können sich dafür, dass Ente sie ganz alleine und ohne professionelle Hilfe gemacht hat, wirklich sehen lassen. Das Buch ist, wie bei Compassion Media öfters mal, als kleines Ringheftchen gebunden – das gefällt mir ja sowieso immer ganz gut, weil man das Buch dann super umklappen kann und es in der Küche wenig Platz verbraucht und dadurch auch weniger schnell eingesaut wird.IMG_7149Zu den Rezepten: Sie sind in Kategorien DIY, Grundrezepte, Schnell & Einfach, Hauptgerichte, Überbackenes, Suppen & Eintöpfe usw. eingeteilt. Die Zuteilung zu den Kategorien erscheint mir manchmal etwas verwirrend, sind ja die meisten Rezepte, die man bei “Überbackenes” oder “Schnell & Einfach” finden kann, meiner Meinung nach auch als Hauptgerichte anzusehen. Da das Büchlein aber insgesamt auch nicht besonders dick ist und man im Inhaltsverzeichnis alle Gerichte auf einer Seite aufgelistet findet, sollte man trotzdem nicht allzu lange nach dem suchen müssen, was man gerade kochen wollte.
Die Rezepte sind sehr vielfältig und bauen zum Teil aufeinander auf, so wird der Seitan, welchen man unter “Grundrezepte” findet, in vielen weiteren Gerichten verwendet – das finde ich ganz gut. Von Azukibohnensalat über Ravioli mit Champignon Rahmsoße und Paprika Kartoffel Hack Topf bis hin zu Erdbeermuffins und Nougat-Sahnetorte ist alles dabei.
IMG_7153Ausprobiert habe ich aus Entes Kochbuch bisher unter anderem die frischen Gnocchi. Ich hatte vorher noch nie frische gemacht, geschweige denn gegessen und es hat mir wirklich wunderbar geschmeckt. Allerdings fiel mir schon bei diesem Rezept eine Sache auf, die ich als kleinen Kritikpunkt am Kochbuch insgesamt bringen muss: Bei einigen Rezepten erscheinen mir manche Mengenangaben sehr unpassend. Die Gnocchi bestehen vor allem aus 1kg Kartoffeln und 500g Mehl – zum einen musste ich wesentlich mehr Mehl dazu geben, bis die Konsistenz stimmte. Zum anderen gehört zu diesem Rezept noch eine Tomatensoße, welche aus 3-4 Tomaten gemacht werden soll. Ich kann mir wirklich beim besten Willen nicht vorstellen, wie man aus 3-4 Tomaten (auch aus etwas größeren) eine ausreichende Menge Soße für deutlich über 1,5kg Gnocchi herstellen soll – das ist doch viel zu wenig. Ich habe die Soße dann direkt aus einer großen Flasche grob passierter Tomaten gemacht – das waren knapp 700g. Das hat so gerade, ganz knapp gereicht.
gnocciDa ich sehr viel und gerne koche und mittlerweile auch dementsprechende Erfahrung besitze, war es für mich in dem Fall nicht schwer zu erkennen, dass diese Mengenangaben für mich nicht funktionieren – daher wurde das Gericht durch kleine Modifikationen trotzdem verdammt lecker – als absoluter Kochnoob, der kaum Ahnung hat und sich daher genau an Rezepte hält, wäre ich selber vor einigen Jahren vermutlich noch an diesem Rezept gescheitert. Bei anderen Rezepten kamen mir die Mengenangaben ähnlich seltsam vor. Das Grundrezept für den Seitan liest sich für mich ebenfalls sehr komisch, da wirklich kaum Gewürze verwendet werden – meine allerersten Seitan Versuche schon waren deutlich stärker gewürzt und selbst die empfand ich noch immer als viel zu lasch. Für meinen Geschmack muss Seitan wirklich richtig, richtig doll gewürzt werden, damit er nach was schmeckt. Das mag man auch auf unterschiedliche Geschmäcker zurückführen – mir jedenfalls kommt ein Seitanrezept, bei dem so wenig gewürzt wird doch etwas seltsam vor – das wäre dann auch so ein Fall, den ich noch deutlich modifizieren würde.
IMG_7151Ebenfalls ausprobiert habe ich die Schoko-Nougat-Muffins. Die wurden sehr lecker, wobei sie für meinen Geschmack (und ich bin nicht mal so ein Zuckerjunkie wie viele andere) etwas süßer hätten sein können – aber das führe ich dann doch nur darauf zurück, dass Geschmäcker eben verschieden sind.
nougatmöffinsInsgesamt gefällt mir das kleine Kochbuch sehr gut. Es sind viele schöne und einfache Gerichte enthalten – besonders aufwändige und “exklusive” Rezepte findet man hier absichtlich nicht, dafür gibt es andere Kochbücher. Ich finde viele dieser Rezepte gerade für Sparfüchse oder für Leute, die große Mengen kochen (z.B. für Voküs o.ä.) sehr geeignet – mit diesen Rezepten wird es sicher nicht zu teuer oder zeitaufwändig. Mein kleiner Kritikpunkt ist eben nur, dass manche Mengenangaben meiner Meinung nach irgendwie nicht so ganz passen – wenn man schon etwas Kocherfahrung hat erkennt man das sicher, daher würde ich das Kochbuch eher für die nicht so ganz blutigen Anfänger empfehlen. Insgesamt aber, auch unter dem Aspekt, dass ihr mit dem Kauf gute Projekte unterstützt, ein sehr schönes Büchlein, welches ich nicht ganz perfekt, aber doch empfehlenswert finde!

Sonntag, 13. Januar 2013

Alles glänzt, so schön neu…

…oder auch nicht.

Das neue Jahr fing bei mir insgesamt etwas bescheiden an. Seit nun etwa 3 Wochen habe ich ständig, fast täglich eigentlich, Kopfschmerzen. Kreislaufprobleme kommen manchmal noch dazu. Das nervt langsam richtig. Diese Woche war ich beim Arzt, der konnte aber außer einem zu hohen Blutdruck nichts feststellen – das alleine ist schon seltsam, denn vor einem Jahr noch war mein Blutdruck perfekt. Es kann aber auch nur eine gestresste Momentaufnahme gewesen sein, das wird diese Woche dann kontrolliert, außerdem wird Blut abgenommen usw. Ich habe schon die Vermutung, dass es was mit der Schilddrüse sein könnte, also eine Überfunktion. Ich bin in der Hinsicht genetisch etwas vorbelastet und viele der Symptome passen gut. Mal abwarten.

Eine weitere, äußerst unschöne Neuigkeit war diese Woche für mich, dass mein süßes kleines Auto ein wirtschaftlicher Totalschaden ist. Ende letzten Jahres war mir jemand mit einem Transporter vorne in mein parkendes Auto gefahren – von außen sah es nur nach einem kleinen Schaden an der Stoßstange aus. In der Werkstatt wurde dann allerdings festgestellt, dass auch alles mögliche direkt hinter der Stoßstange kaputt gegangen ist – und das ist dann natürlich richtig teuer. Leider teurer als der “Wiederbeschaffungswert” meines Autos, also dem, was mein kleiner Fiat nach 8 Jahren noch wert ist (nicht soo viel^^) – fast 1000€ mehr sind es und in dem Fall muss die Versicherung mir die Reparatur nicht zahlen, ich bekomme nur den Wiederbeschaffungswert und darf dann zusehen, wie ich für das Geld ein vernünftiges neues Auto bekomme. Ist doch wirklich eine Frechheit, dass das so erlaubt ist, oder? Ich habe absolut keine Schuld an dem Unfall und bin nun trotzdem die Blöde. Zudem mag ich mein kleines Auto und hätte es gerne noch einige Jahre behalten :( Ja, ich weiß Autos sind Luxus und ich jammere hier auf hohem Niveau – aber ich hatte nun mal ein Auto, wofür ich als Studentin ohne Studenten-Bahnticket immer sehr dankbar war. Und nur weil mir ein Idiot mein Auto zu Schrott fährt, mag ich nicht von jetzt auf gleich ohne Auto leben müssen – vielleicht irgendwann mal, aber den Zeitpunkt würde ich doch gerne selber wählen.

Das sind so Sachen, die mir die Stimmung derzeit doch etwas trüben. Dennoch versuche ich das, was ich nicht ändern kann anzunehmen und das beste daraus zu machen. Zum Beispiel haben wir jetzt für noch gut eine Woche einen kostenlosen Leihwagen, der natürlich viel moderner und vor allem geräumiger ist als mein Auto. Und so habe ich Freitag zumindest einen kleinen positiven Nutzen aus der Sache ziehen können – wir konnten mit dem Leihwagen bei Ikea relativ problemlos 2 neue Regale für unser Wohnzimmer kaufen und nach Hause transportieren. Nur gestern und vorgestern noch waren die Regale (die sogar aus Massivholz sind) im Knut-Angebot für ganze 30€ weniger pro Regal. Mit meinem kleinen Auto hätten wir die kaum transportieren können – so hatte die Sache immerhin einen schönen Nebeneffekt – wenn sonst schon absolut nichts gutes daran zu finden ist. Die Regale hat mein lieber Freund Freitag Abend noch stundenlang aufgebaut (ich hab mich dank Kopfschmerzen da sehr zurückhalten müssen) und sie machen sich einfach super in unserem Wohnzimmer, sehen viel schöner aus und bieten auch richtig viel Stauraum <3 Wir haben dann noch ein paar weitere Kleinigkeiten am Wohnzimmer verändert und insgesamt gefällt es mir jetzt schon richtig gut – viel besser als vorher. Dafür, dass mein “Wohnung verschönern” Projekt für 2013 erst so kurz läuft haben wir schon ziemlich viel geschafft. Nach der Klausurphase, wenn ich frei habe wird dann auch mal wieder gestrichen :)

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Ich lieeebe die neuen Regale. Es passt sooo viel Zeug rein und sie sehen einfach schön aus <3

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Schöne neue Bettwäsche gab es dann direkt auch mal wieder, unsere alten Garnituren haben dank der Katzen teilweise schon riesige Löcher…

Alles in allem sind das viele Sachen, die mich davon abhalten, momentan besonders viel Zeit in meinen Blog zu stecken – leider. Aber ich bin sicher, es werden auch wieder andere Zeiten kommen.

Bevor ich mich mit einem kleinen Wochenrückblick verabschiede möchte ich euch hier noch ein Video zeigen, welches ich gestern via Facebook entdeckte und welches ich sehr, sehr traurig, aber auch sehr wichtig und sehenswert finde.

[Gemacht] Gearbeitet, gelernt, die Wohung auf- & umgeräumt. Beim Arzt gewesen. Letztes Wochenende gab es einen Brettspieleabend, wir haben bis nach 3 Uhr Nachts zuerst Arkham Horror und dann noch Carcassonne gespielt.

[Bewegt] Fahrrad, Yoga, Schwimmen.

[Gehört] Ich habe Spotify für mich entdeckt. Dort also alles mögliche, u.a. Alt-J, Crystal Castles oder Grizzly Bear.

[Gesehen] Ein bisschen Simpsons und Scrubs zwischendurch, sonst kaum was.

[Gelesen] “Pädagogische Psychologie”

[Getrunken] Reis-Kokos-Drink, Tee, Wasser, Saft.

[Gegessen] Gemüsesuppe, Brokkoli-Kokos- Suppe, Gemüsecurry, Spitzkohl, Kartoffeln, Brot, Müsli, Muffins, Pommes, Nudeln mit Tomatensauce, Nudeln mit Bolognese, Chips, vieeeel Obst, Salat.

[Gedacht] Das fängt Jahr gut an :/

[Gefreut] Über die schönen neuen Wohnzimmerregale und eine viel ordentlicher wirkende Wohnung.

[Geärgert] Über Idioten die einem das Auto zu Schrott fahren und über Gesetze, die erlauben, dass einem die Versicherung das bei einem alten Auto einfach nicht mehr komplett zahlt.

[Gelernt] Life´s a bitch until you die.

[Gekauft] Möbel, Lebensmittel.

[Spirituelles] Außer Yoga nix, hatte ich keinen Kopf für :/

[Und sonst so?] Es kann ja eigentlich nur besser werden – also, hoffe ich zumindest.

[Ausblick auf das Wochenende/die nächste Woche] Heute noch Lernen und gegen die Kopfschmerzen etwas an die frische Luft gehen. Nächste Woche Arztbesuche, ein Uniseminar, 2 Arbeitstage und vermutlich die Suche nach einem neuen Auto hinter mich bringen. Ach und nebenbei noch lernen. Wohoo.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Auf ein Neues!

Hallo ihr lieben Leser! Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Silvesterabend?

hny

Bei uns war es sehr gemütlich – die letzten Jahre haben wir an Silvester immer irgendwas gemacht, dieses Jahr wollten wir es mal ganz entspannt angehen lassen – was mir auch sehr gelegen kam, da ich seit einer guten Woche öfters mal leichte Nackenverspannungen und Kopfschmerzen habe –.- An Silvester musste ich bis kurz vor 2 arbeiten und danach ging es dann ab ins Kino – natürlich in den kleinen Hobbit. Ich hab mich so sehr auf den Film gefreut und wurde nicht enttäuscht, er hat mir super gefallen und direkt ist das wundervolle Herr Der Ringe Fieber meiner Jugend wieder da. Falls ihr ihn noch nicht gesehen habt, kann ich ihn euch nur empfehlen. Auch mein Freund, der Fantasy deutlich weniger mag als ich, fand ihn wirklich super. IMG_6182Kurz vor Mitternacht machten wir uns dann auf den Weg zur Lanxess Arena in Deutz – die dort stattfindene Silvesterparty interessierte uns herzlich wenig, wir wollten uns das Feuerwerk vom Dach des Parkhauses ansehen, da kommt nämlich jeder problemlos drauf und man hat einen super Blick über die Stadt. Mein Freund nutzte die Gelegenheit um ein paar Fotos zu machen und auch wenn ich an Silvester draußen immer etwas Angst vor böllerwerfenden Vollidioten habe konnte ich das Ganze auch sehr genießen. Das Feuerwerk sah von dort oben wunderschön aus. Ich hasse Böller & co wie die Pest und auch richtiges Feuerwerk würde ich mir aus umweltschützerischen Gründen niemals selber kaufen – da kann ich mein Geld wirklich sinnvoller ausgeben – aber ich finde, wenn es schon mal da ist, kann man es sich ja auch ansehen – denn hübsch sieht es ja aus, das kann auch die kleine Ökotussi nicht bestreiten :DIMG_6189

Wieder zu Hause gab es dann noch einen kurzen Mitternachtssnack (Nudeln mit Bolognese^^) und gegen 2 ging ich dann auch schon ins Bett – ich bin einfach kein Nachtmensch und irgendwie immer dauermüde. War insgesamt sicherlich kein besonders aufregendes, actionreiches Silvester, aber ich fand es genau so wie es war gut. IMG_6202

Wie versprochen gibt es jetzt noch einen kleinen Jahresrückblick, bevor ich mich gleich wieder der lieben Hausarbeit widmen muss – und meinen Hof Butenland Kalender für 2013 wiederfinden muss – wo hab ich den nur verstaut? o.OIMG_6207

Vorherrschendes Gefühl für 2012 Ambivalenz – 2012 war in vielen Dingen sehr schön – in vielen Dingen aber auch sehr scheiße. Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt (und das im schnellen Wechsel) passte mehr als ein Mal verdammt gut. Trotzdem würde ich das Jahr insgesamt positiv bewerten, auch wenn unbestreitbar auch traurige Momente dabei waren.

2012 zum ersten Mal getan? Ein Praktikum gemacht, dabei eine Psychiatrie von innen gesehen (und kennen gelernt). Einen längerfristigen Nebenjob angenommen. Einen Yoga Kurs besucht. Mich einem veganen “Kollektiv” angeschlossen, gemeinsam viel Essen für gute Zwecke verkauft und liebe Leute kennen gelernt. Gegärtnert (und gar nicht mal so schlecht, wenn man bedenkt, wie nicht-grün mein Daumen ist und wie wenig Ahnung ich davon habe). Stricken gelernt. Bewusst über meinen Plastikkonsum/Verbrauch nachgedacht. Bewusst mehr Fair Trade Kleidung (und andere Produkte) gekauft.

2012 nach langer Zeit wieder getan? Das Meer gesehen. Konzerte besucht (jedenfalls mehr als 2011). Auf Beerdigungen gewesen.

2012 leider gar nicht getan? Im Freibad oder einem See geschwommen. Genäht (jedenfalls kaum).

Zugenommen oder abgenommen? Das große Abnehmen war bei mir eigentlich schon Ende 2011 durch. 2 kg habe ich dieses Jahr vielleicht noch abgenommen, ansonsten mein Gewicht aber gehalten – für 2013 würde ich gerne noch weitere 5kg loswerden – ich denke dann reicht es ;)

Stadt des Jahres? Köln natürlich ;)

Alkoholexzesse? Ich habe das ganze Jahr über insgesamt vielleicht 2 Gläser Sekt, 2 Bier und ein bisschen Federweißen getrunken. Also nein :D

Haare länger oder kürzer?
Länger, aber dafür jetzt gestuft.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Vermutlich mehr, da ich noch mehr Bio kaufe, seitdem ich selber in einem Bioladen arbeite :D

Krankenhausbesuche?
Abgesehen davon, dass ich mein Praktikum in einem verbracht habe, nein. Letztes Jahr hat auch erst mal dicke gereicht.

Verliebt?
Ja!

Getränk des Jahres?
Yogi Tee und frisch gepresster Orangensaft.

Essen des Jahres?
Indisch, thailändisch. Seitan (selbstgemachter). Salat und Spitzkohl (neues Lieblingsgemüse!)

Most called persons? Meine Eltern

Die schönste Zeit verbracht mit? Vielen lieben Menschen!

Die meiste Zeit verbracht mit? Dem Lieblingsmensch.

Song des Jahres?

Kann mich nicht zwischen beiden entscheiden :D

CD des Jahres? Katatonia – The Great Cold Distance

Buch des Jahres? Kann mich nicht entscheiden :D

Film des Jahres? Der Hobbit, &  Moon

Konzert des Jahres Opeth & Katatonia

TV-Serie des Jahres? Breaking Bad, The Walking Dead

Erkenntnis des Jahres? Erwachsen werden ist anstrengend, manchmal tuts auch weh. Aber es lohnt sich, glaube ich :D

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Meine Omas beide am selben Tag zu verlieren. Ernsthaft, liebe Götter, das war nicht gerade gutes Timing! Stress und Co wegen Krankheiten (nicht nur meine eigenen) und meine nervigen Weisheitszähne, die mich zur Zeit alle paar Monate mal wieder mit Schmerzen beehren.

Nachbar des Jahres? Unsere liebe Nachbarin, die unsere Katzen versorgt hat, als wir auf Texel waren.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres? Für Februar 2013 ein Wochenende in Berlin zu planen.  Praktikum in einer Psychiatrie machen. Endlich mit Yoga zu beginnen. Die Gartenparzelle zu mieten.

Schlimmstes Ereignis? Tod meiner Omas.

Schönstes Ereignis? Urlaub auf Texel mit meinem Freund. Geld für Tiere in Not sammeln.

Schönstes Jahreskreisfest? Da kann ich mich zwischen Mabon & Yule nicht entscheiden.

Lieblingsfoto des Jahres? Die Wildschweinbabys aus dem Königsforst letzten Frühling! (HIER zu sehen^^)

2012 war mit einem Wort? Verändernd.

Noch mehr Silvesterfotos findet ihr bei meinem Freund. Kommt gut in den Januar!

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