Donnerstag, 19. April 2012

DIY Tipp: Kuchen im Glas–perfekt als Geschenk oder für unterwegs!

Eine neue Sache, die ich in der letzten Zeit entdeckt habe und von der ich total begeistert bin – kleine haltbar gemachte Kuchen in Einmachgläsern.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Man kann sie super überall mit hinnehmen, sie eignen sich also für Tagesausflüge, gerade auch in weniger vegan-freundliche Gefilde – so hat man immer was zu futtern dabei. Man kann die Gläser schön verzieren oder bekleben und hat so auch schnell ein liebevolles und im wahrsten Sinne des Wortes süßes Geschenk gemacht und der für mich absolut tollste Aspekt an diesen Dingern ist: Sie halten sehr lange!


Ich backe für mein Leben gerne, aber versuche trotzdem, mich relativ gesund und fettarm zu ernähren – das ist oft nur schwer miteinander zu vereinbaren, denn mal ein Stück Kuchen ist zwar natürlich in Ordnung, aber wenn man z.B. Muffins bäckt hat man eben auch ganz schnell mal direkt 12 Stück zu Hause stehen. Und ewig schmecken die ja leider auch nicht besonders gut, sie müssen also schnell weg xD Wenn man diese kleinen Kuchen im Glas bäckt und sie direkt danach, wenn sie noch heiß sind, gut mit dem Schraubdeckel verschließt (Vorsicht, dabei bitte nicht die Hände verbrennen, sondern Küchenhandschuhe tragen!), dann bildet sich durch die Hitze ein Vakuum im Glas und sie sind erst mal haltbar gemacht. Im Internet habe ich gelesen, dass die Kuchen im Glas so etwa 4-6 Monate halten sollen…so lange habe ich das bisher natürlich nicht testen können, allerdings denke ich doch, dass der Kuchen zumindest 1-2 Monate locker frisch bleiben sollte, das muss man wohl einfach ausprobieren, aber mir wurde von mehreren Leuten bestätigt, dass das echt total gut funktioniert und das sich der Kuchen wirklich total lange hält, wenn man das Glas denn richtig verschlossen und sich wirklich ein Vakuum gebildet hat.
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Man kann diese kleinen Kuchen also super für den süßen Zahn zwischendurch backen oder wenn man z.B. von einem langen und stressigen Tag nach Hause kommt und unbedingt was süßes futtern will, in diesem  Moment aber wirklich keine Motivation hat, sich in die Küche zu stellen. Man kann sie z.B. mit aufs Festival, auf Reisen oder zum Picknick im Wald nehmen oder auch mit zum Familientreffen bei der eher konservativen Tante, bei der man auf keinen veganen Kuchen hoffen darf.

Da sicher viele Veganer genau solche Aufstrich-Junkies sind wie ich, sind die nötigen Behälter für die Kuchen im Glas auch schnell zusammen gesammelt. Die 180g Aufstrich-Gläser von Alnatura oder Zwergenwiese eignen sich dafür z.B. perfekt und man erhält Kuchenportionen die etwa so groß sind wie Muffins. Allerdings muss man bedenken, dass man den Kuchen später nicht aus der Form stürzen kann, wenn man kein ganz gerades Glas nimmt, sondern eines, was oben etwas schmaler wird (die Zwergenwiese Gläser der neuen “Streich´s drauf” Aufstriche sind z.B. solche ganz gerade geschnittenen  Kandidaten und daher für die Kuchen besonders gut geeignet) – allerdings finde ich persönlich es auch nicht schlimm, wenn man den Kuchen gar nicht aus der Form stürzt, sondern ihn einfach direkt aus dem Glas löffelt – aber das muss jeder selber entscheiden.
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Geeignet sind für diesen Teig natürlich im Prinzip alle Rührkuchenteige die man sonst für Muffins oder Kastenformen nehmen würde. Z.B. Schokokuchen, Zitronenkuchen, Nusskuchen usw. Bei Kuchen die Obst enthalten bin ich unsicher, ob sich das irgendwie auf die Haltbarkeit auswirken könnte – das müsstet ihr gegebenenfalls selber testen. Am besten wäre es nur, wenn ihr einen Teig nehmt, bei dem ihr ungefähr einschätzen könnt, wie sehr er aufgehen wird, damit er euch nicht nachher aus dem Glas heraus wächst – zur Not kann man aber ja auch immer noch den überstehenden Kuchen mit einem Messer abschneiden (und direkt essen^^) und das Glas dann schnell verschließen. Bei den Alnatura Gläschen reicht es bei einem relativ gut aufgehenden Teig, wenn man sie maximal! bis zur Hälfte mit Teig füllt!
Ich habe den Kuchen bisher bei 180°C bei Ober- und Unterhitze gebacken, der Ofen war vorgeheizt. Bei meinen Gläsern ist absolut nichts passiert, ich denke nicht, dass da irgendwas kaputt gehen kann, aber ich garantiere für nichts xD

Ist das auch was für euch oder findet ihr, dass man Kuchen grundsätzlich frisch backen sollte?


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Kommentare:

  1. Das ist wirklich eine süße Self Made Geschenkidee. Ich habe auch schon Backmischungen selbst zusammengestellt und in Gläsern verschenkt. Kommt auch gut an. ^^

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  2. Hallo!
    Super Idee, danke für den Tip! Ich habe in der Tat immer reichlich von den Streich-Gläsern, die ich für Marmelade und Chutneys sammele.

    Muffins backe ich meist en gros, so 20-30 Stück und friere sie ein, das geht wunderbar (auch welche mit Obst sogar). Man kann sie gut einzeln entnehmen und sie sind nach ca. 2 Stunden aufgetaut.

    Viele Grüße aus dem sonnigen Hamburg! :-)
    Nina

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  3. Ich bin von dieser Idee so dermaßen begeistert... Hintergedanke sind meine langen Nachtdienste *grins*

    und das Argument mit den Festivals ist nun auch nicht von der Hand zu weisen! :)

    Wunderbar <3

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  4. Das ist wirklich eine ganz großartige Geschenk-Idee! Ich glaube ich hab noch mindestens 20 solcher Gläser im Keller, ich sollte die Idee also mal in die Tat umsetzen.

    Sind auch super, um sie mit auf die Arbeit oder die Uni zu nehmen!

    Lieber Gruß!

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  5. Das macht meine Mami immer für mich und deponiert sie dann bei diversen VErwandten um Peinlichkeiten bei spontenen KaffeKuchenGelagen zu vermeiden...^^
    Aber ich dachte dass geht nicht mich jedem Kuchen?

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    1. Naja aber mit jedem Teig, den man sonst so in Muffinformen füllt oder so klassische Rührkuchen wie Nuss- oder Schokokuchen sollten gehen...Ich denke sowas wie Käsekuchen etc. könnte schwierig werden, klar :D

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  6. Ich habe noch eine Frage, bevor ich gleich den Teig anrühre..

    wie lange soll ich die Gläser denn im Ofen lassen?

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    1. Ich hab den Teig so 20-25 Minuten gebacken, aber das hängt ja von der Größe der Gläser und dem Teig ab! Im Zweifelsfalls also die Stäbchenprobe machen ;)

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  7. Das ist wirklich mal eine süße und praktische Idee. Kuchen im Glas (:
    Ich wäre nie darauf gekommen, dass man die in den Backofen tun kann, andererseits sind Auflaufformen und die Ofentür ja auch aus Glas und schmelzen auch nicht. (Moment, schmilzt Glas nihct eh erst bei 1000° oder so?)
    Das wird sicher mal nachgebacken und verschenkt. :-)

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  8. Ich habs noch nie gemacht, auch weil ich bisher nur ein glas habe, welches wirklich randfrei ist. die alnaturagläser und auch die salsagläser für chips haben immer ränder. außerdem arbeits ich beruflich mit duranglas, das ist eine spezielle borsilikatmischung, die man auf der einen seite auf -200°C kühlen (flüssigstickstoff) und auf der anderen seite auf + 200°C erhitzen (ölbad) kann, ohne dass sie springen. mir ist schon so viel normales glas bei solchen aktionen drauf gegangen, einfach hitze zu nutzen, da bin ich vorsichtig. ist ja nochmal was anderes als nur 100° heiße marmelade einzufüllen ^^

    aber vielleicht... ich hab derzeit viele freie salsagläser :)

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    1. Ich bin so ziemlich mit Ihrer guten Arbeit zufrieden. Sie stellen wirklich sehr hilfreiche Informationen.
      Geschenkideen

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  9. Uh Yäääs, ich war in Pre-veganer Zeit auch schonmal im Glas-Kuchen Fieber. Außerdem befindet sich in meiner Waschküche ein prall gefüllter Karton mit alten, hübschen Weck-Gläsern :)
    Fürs Festival eigentlich eine Bomben Idee (ich frage mich sowieso schon dauernd, was ich da so zum Futtern mitnehmen soll) nur der Nachteil, das Glas ja in der Regel verboten ist - also gut im Auto verstecken :P

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  10. Ich sag nur: *nomnom* und eine gute Idee. Die Nachmacherin macht´s nach ^^

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  11. Davon hab' ich letztens auch gelesen und war von der Idee sehr angetan. Tatsächlich umgesetzt hab' ich sie noch nicht, weil ich erst noch Gläser ansammeln muss (und mir abgewöhnen muss, ein Loch in den Deckel zu stechen, um sie überhaupt aufzukriegen). Aber ich hab's ganz fest vor - auch wenn ich immer noch skeptisch bin, ob das mit der Haltbarkeit hinhaut (und sie dann auch noch schmecken). Nunja, Versuch macht kluch, ich werde sehen.

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