Dienstag, 7. Februar 2012

Buchrezension: Vegan Guerilla von Sarah Kaufmann

Anfang Dezember bekam ich vom Roots Of Compassion Verlag freundlicherweise ein Rezensionsexemplar des neuen veganen Kochbuchs “Vegan Guerilla – die Revolution beginnt in der Küche” von Sarah Kaufmann zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Da ich den Vegan Guerilla Blog schon seit längerer Zeit sehr gerne lese, habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut.

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Das Buch ist, wie die anderen Bücher von Roots Of Compassion auch, als Ringbuch gebunden, dieses hat noch zusätzlich die Besonderheit, dass es außerdem eine feste Hülle hat – dadurch kann man das Buch leider nicht mehr so schön umklappen, was ich an meinen anderen ROC Büchern bisher sehr geschätzt habe – denn wenn man weniger Buchfläche offen in der Küche beim Kochen liegen hat, saut man das Buch auch weniger schnell ein – andererseits verschafft dies dem Buch natürlich auch eine größere Stabilität, was auch nicht zu verachten ist.

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Insgesamt finde ich das Buch optisch sehr ansprechend, die Fotos gefallen mir total gut. Das Buch ist komplett auf Recyclingpapier gedruckt, was ich als kleine Ökotante natürlich echt gut finde. Die Seiten sind dadurch natürlich nicht ganz so extrem weiß und die Fotos insgesamt vielleicht etwas farbärmer als man es von Hochglanzfotos so kennt, aber irgendwie gefällt mir gerade das besonders gut – die leicht verminderte Farbsättigung der Bilder empfinde ich persönlich als sehr schön und passend.

Nun aber zum Inhalt, das Buch enthält 40 Rezepte, dazu gehören Salate, Suppen, Hauptgerichte und Nachspeisen. Mich persönlich sprechen sehr viele der Gerichte an und alles, was ich bisher aus dem Buch nachgekocht habe, hat mir auch wirklich gut geschmeckt. Sehr gut gefällt mir, dass die Hauptgerichte ziemlich abwechslungsreich sind und auch viel mit Zutaten wie Tempeh, Süßkartoffeln und Quiona gearbeitet wird, die ich in anderen veganen Kochbüchern bisher eher selten sah –  das finde ich eine schöne Abwechslung zu den üblichen Verdächtigen wie Tofu, Seitan und Reis. Schön finde ich auch, dass einige Rezepte wirklich etwas besonderes sind, wie z.B. der Monkey Burger, der u.a. mit Bananen hergestellt wird oder die Cake Balls, kleine, mit Schokolade umhüllte Kuchen am Stiel.

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Was mir persönlich weniger gut gefällt, ist das in sehr vielen Rezepten veganer Käse verwendet wird. Ich mag am liebsten vegane Kochbücher, die Rezepte enthalten, bei denen man die Zutaten relativ leicht bekommen kann – in den Bioladen fahren ist ja echt in Ordnung, aber für veganen Käse müssen viele Leute direkt online bestellen, was das Ganze sehr aufwändig macht. Hinzu kommt, dass mir persönlich 90% aller veganer Käsesorten nicht schmecken und ich daher einfach lieber ganz auf Käse verzichte oder zum Überbacken manchmal eine Cashewcreme nutze. In vielen Fällen kann man den veganen Käse aber auch einfach weglassen oder durch etwas anderes ersetzen, das finde ich dann wieder in Ordnung.

Insgesamt gefällt mir das Buch wirklich gut, da es ansprechend gestaltet ist und viele sehr schöne Rezepte enthält – hätte ich es nicht schon, würde ich es mir auf jeden Fall kaufen! Von mir daher eine Kaufempfehlung :)

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Kommentare:

  1. Aus dem Buch koche ich grade einige Rezepte nach und wollte in den nächsten Tagen auch eine Rezension schreiben :)
    LG

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  2. Ich war auch am Überlegen mir dieses Kochbuch zu holen, obwohl ich erst eines zu Weihnachten bekommen habe O:-) aber bisher war es mir schlicht zu teuer bzw. andere Anschaffungen wichtiger.

    Sehr gut gefallen hat mir, dass du den selben Punkt kritisiert hast, den ich mit Sicherheit auch nicht sehr gut gefunden hätte; das mit dem Käse. Ich persönlich bin der Meinung, dass man wahnsinnig viele Gerichte ohne diese 'Ersatzprodukte' kochen kann und diese auch bevorzuge (^_^)

    lg

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  3. das mit dem recycling-papier ist echt ein punkt, ich finde, jeder der was zu ökothemen publiziert bzw. das wichtig findet, sollte das auf öko-papier tun. ärgert mich gerade bei so leuten wie attila hildmann, die gerne erwähnen, dass vegan ja so toll für die umwelt wäre (was stimmt), dann aber so n hochglanz chlorgebleichtes kochbuch rausbringen... scheiß doppelmoral.
    veganguerilla ist echt sympathisch, ich gönne sarah den erfolg sehr

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  4. Die tollen Fotos macht übrigens ihr Freund, ein sehr guter Fotograf, den ich auch persönlich kenne. ;) Sarah selbst habe ich schon ein paarmal gesehen, aber bisher noch nicht mit ihr geredet.
    Würde ich aus Kochbüchern kochen, hätte ich das Buch wohl auch schon.

    LG,
    Monster

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  5. ich würd das buch auch gerne besitzen aber mit dem versand nach dänemark oben drauf (ca. 8 euro) kann ich es mir leider auch momentan nicht leisten :(
    ich habe mal überlegt: sind das die selben rezepte, die man auch online finden kann?

    LG, laura

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    1. Also manche Rezepte sind auf jeden Fall auch auf dem Blog von Sarah zu finden, aber obs alle sind, weiß ich gar nicht...Falls du das Buch doch unbedingt haben möchtest, könntest du es ja z.B. bei Vegan Wonderland oder so mitbestellen, falls du von da irgendwelche Lebensmittel haben möchtest. Wenn man mehr bestellt und auch Lebensmittel, dann lohnt sich das teurere Porto vielleicht eher als bei nur einem einzigen Buch?

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  6. Ich bin ja von dem Blog schon total begeistert und habe mit dem Gedanken gespielt, das Buch zu holen. Lohnt es sich denn auch der Besonderheiten für ein "veganes Erstlingswerk"? Oder würdest du als Grundlagenkochbuch eher etwas anderes empfehlen?

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    1. Hey :) Also ich finde das Buch wirklich toll, aber es enthält meiner Meinung nach eher Gerichte, die oft ein wenig aufwändiger und eben etwas besonderes sind - was ich total an dem Buch schätze, da es mir viele neue Anregungen gegeben hat, aber wenn man ein richtiges Grundlagenkochbuch sucht, dann wären vielleicht andere zuerst empfehlenswerter. Mein erstes Kochbuch war "Vegan lecker lecker" auch vom Roots Of Compassion Verlag, die Rezepte darin sind sehr einfach und es sind sehr viele Basics dabei. Genau so wie das Kochbuch von Björn Moschinski. Die beiden würde ich eher für den Einstieg empfehlen - wenn du dann etwas geübter bist lohnt es sich aber sicher, mit Vegan Guerilla nachzurüsten ;)

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    2. Okay, dann werd ich mir die zwei Bücher mal anschauen (:
      Danke für den Tipp!

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  7. Das hört sich wirklich gut an :-) Die grundlegenden Rezepte kenne ich ja schon überwiegend, damit dann noch ein Buch wäre unnötig... o.O
    Schade, dass in vielen anderen veganen Kochbüchern keine Bilder sind... Davon kriegt man immer solchen Appetit^^

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  8. Das Erdnuss-Seitan-Gemüse ist super lecker. Nur mal so am Rande;-)

    Liebe Grüße
    Kathrin

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  9. Hach... danke für deine Rezension. :)
    Das bestärkt mich noch mehr, mir das Buch irgendwann mal anzuschaffen.

    LG

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  10. Merci für die tolle Rezension! Das klingt ja wirklich toll :-)
    Besonders gefällt mir, dass dort auch Bilder enthalten sind, die zum Kochen verlocken. Es gibt ja auch die veganen Kochbücher vom Pala-Verlag und da sind überhaupt keine Bilder drin, was ich immer ein wenig schade finde.

    Hoffentlich schafft es das Buch dann mal in die Buchläden. Wenn ich mich dort umsehe, gibt es einige wenige Veggie-Kochbücher - aber vegane...naja, ein, zwei Bücher vielleicht. Zuletzt habe ich dort mal das Vegankochbuch von Attila Hildmann gesehen und gekauft - auch mit Bildern :-)

    Insgesamt ist hier noch viel Arbeit. Das habe ich auch gesehen, als ich meine Magisterarbeit zu diesem Thema schrieb - Schwerpunkt waren hier die Kochbücher.
    Aber immerhin gibt es auch Fortschritte: Letztens ging ich an einem Buchladen vorbei, der das gesamte Schaufenster mit Vegetarischen Kochbüchern dekoriert hatte. Da war auch das ein oder andere Vegan-Kochbuch bei. :-)

    Liebste Grüße,
    MaryKitty (http://marykittycat.blogspot.com/)

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