Mittwoch, 29. Februar 2012

Nachhaltig Leben– Plastic Planet

Im Moment mache ich mir sehr viele Gedanken über nachhaltiges Leben - wie kann ich am besten Müll, vor allem Plastik, vermeiden? Die "üblichen Verdächtigen" setze ich natürlich bereits seit einer ganzen Weile um - Baumwollbeutel mit zum Einkaufen nehmen, anstatt dort Plastiktüten zu kaufen (wenn ich meinen Beutel mal vergessen haben sollte, kaufe ich eine Papiertüte, einen neuen Baumwollbeutel oder eine Tüte aus biologisch abbaubarem Plastik (Ist das dann überhaupt noch Plastik?) wie es sie z.B. bei Aldi Süd gibt). Ich kaufe die Wattestäbchen mit Pappstiel, benutze so wenig Alufolie etc. wie möglich, dafür dann lieber Tupperdosen, die sind zwar auch aus Plastik, können aber immerhin wiederverwendet werden. Ich kaufe überwiegend nur noch feste Seifen, Flüssigseife habe ich nur noch für die Küche und für Gäste da. Auch dadurch, dass wir unsere Katzen jetzt barfen, fällt etwas weniger Müll an, nur eine dünne Plastikverpackung alle 1 1/2 Tage, anstatt einer Dose jeden Tag. Ich kaufe wo es möglich ist Glasflaschen. Bei Ketchup, Essig, Öl, Wasser etc. Bei Öl ist mir das besonders wichtig, ich habe zwar gerade keine Quellenangabe dafür parat, aber ich habe jetzt schon mehrmals gelesen, dass gerade Öl die gesundheitsschädlichen Stoffe besonders gut aus Plastik herauslösen kann.

Plastik ist allgemein einfach kein guter Stoff. Es wird um alles herum gepackt, man kann fast nichts mehr kaufen, was nicht in irgendeiner Form in Plastik verpackt ist. Es ist gesundheitsgefährend (je nach Sorte und Produktionsart natürlich mehr oder weniger), es ist biologisch nicht abbaubar und müllt unsere Welt und die Meere zu und tötet dadurch viele Lebewesen. Es wird aus Erdöl hergestellt, einer sehr kostbare und begrenzte Ressource, die man einfach nicht für so unnötigen Scheiß wie Plastikverpackungen um alles mögliche verballern muss, wo doch in den meisten Fällen auch eine Verpackung aus Glas, Papier oder zumindest wiederverwertbarem Metall möglich wäre. Erdöl wird schließlich unter anderem für die Herstellung vieler Medikamente gebraucht - ist das nicht eigentlich wesentlich wichtiger und sollte der Erdölvorrat, den unsere Erde noch hat nicht besser dafür genutzt werden?

Wenn man sich Dokus wie Plastic Planet ansieht, dann wird einem ganz anders. Es ist schrecklich, dass es uns heute so einfach gemacht wird, Plastik zu entsorgen und keinen Gedanken an die Konsequenzen zu verschwenden. Die Hersteller, die Plastik benutzen denken beim Herstellungsprozess eigentlich nur bis zu uns, den Verbrauchern. Was geschieht aber danach mit der Verpackung? Wir werfen sie einfach weg. Hier gilt wirklich aus den Augen aus dem Sinn. Die Müllabfuhr kommt ja regelmäßig und danach sieht man den ganzen Müll nie wieder, bekommt nicht mit, wie er immer und immer mehr wird und die ganze Erde kaputt macht. Das bekommt man nur mit, wenn man sich informiert und entsprechende Dokus schaut etc. Für viele sicherlich zu unbequem. Ein bisschen wie beim Fleischessen, oder? Nur, das dort das große Elend überwiegend VOR dem Konsum des Produktes geschieht. Für mich gehört ein möglichst nachhaltiges Leben mittlerweile auch irgendwie untrennbar mit dem Veganismus zusammen. Ich lebe ja nicht nur wegen der Tiere vegan, sondern auch aus Gründen des Umweltschutzes. Da kann ich an anderer Stelle ja nicht meine Augen verschließen. Ganz abgesehen davon, dass ja auch die Tiere unter diesen riesigen Plastikbergen leiden. Vor allem Fische und andere Meerestiere, oder Vögel, die auf dem Meer nach Fischen jagen. Infos dazu gibt es z.B. hier bei Occupy For Animals

Ich finde, es muss sich grundlegend etwas ändern. Plastik darf nicht mehr so billig sein, darf nicht mehr überall und vor allem SO UNVERMEIDBAR sein. Ich wollte vor ein paar Tagen im Supermarkt Auberginen kaufen. Da ich davon ja nur 1-2 Stück auf einmal kaufe packe ich sie natürlich nie in eine Plastiktüte, wie das z.B. bei Kirschen nötig wäre. Aber es gab im ganzen Laden nur Auberginen, die bereits stückweise in Plastik verpackt waren. Andere gab es einfach nicht. Ein paar Tage später habe ich in einem anderen Supermarkt das gleiche erlebt. Wenn man nicht in zig Läden fahren will, kommt man kaum darum herum, manche Dinge in Plastik verpackt zu kaufen. In vielen Fällen ist Plastik wirklich soo unnötig. Bei anderen Produkten wüsste ich persönlich auf Anhieb selber keine bereits verfügbare Alternative für Plastikverpackungen. Z.B. bei Tiefkühlpommes, flüssigem Waschmittel oder Chips. Aber sind das Produkte, die ich wirklich brauche? Wäre es nicht wahrscheinlich gut möglich ökologischere Alternativen zu finden, wenn denn nur danach gesucht würde? Viele andere Produkte ließen sich leicht anders verpacken. Z.B. getrocknete Erbsen, Linsen, Couscous etc. Warum nicht in Papier verpacken?

Ich persönlich fände eine Art Pfandsystem für Lebensmittelverpackungen sinnvoll. Packungen aus Metall z.B., die es in vielen genormten Größen gibt, sodass man sie in jedem Supermarkt zurück geben kann. Darin könnte man viele Dinge, z.B. Kaffee, Tee, Mehl, Getreide, Müsli usw. wunderbar verpacken, auch viel besser zu Hause aufbewaren, denn aufgerissene Plastikverpackungen sind oft sehr unpraktisch und dann muss man umfüllen. Man könnte sie dann einfach nach Gebrauch wieder zurück geben. Konserven sollten wo möglich in Glas verpackt sein und auch darauf sollte es Pfand geben. Getränke sollte es auch nur noch im Glas geben. Mir ist bewusst, dass auch andere Verpackungsmaterialien so ihre Nachteile haben, z.B. der höhere Transportaufwand für Glas, aber die Nachteile von Plastik sind meiner Meinung nach mit Abstand die Größten. Sicher, momentan wohl ist sie noch völlig utopisch, diese Idee und in den nächsten Jahrzehnten nicht umsetzbar, aber über kurz oder lang MUSS es irgendeine Alternative geben. Die Müllberge wachsen nämlich immer weiter, wir schaden damit der Umwelt und uns selbst und das Erdöl ist nicht unendlich verfügbar... Ich hoffe sehr, dass sich in den nächsten Jahren biologisch abbaubare Alternativen zu Plastik durchsetzen werden - diese Einkaufstüten von Aldi finde ich schon mal sehr gut, sie kosten zwar momentan noch den 4fachen Preis, aber das würde sich bei größerer Produktion sicher ändern. Ich finde sie zwar nicht so ideal, da sie nicht so viel Gewicht aushalten, aber zum Schleppen der Einkäufe sind doch Baumwolltaschen eh viel besser. Dieses biologisch abbaubare Plastik wäre meiner Meinung nach eher eine tolle Alternative zu Plastik-Umverpackungen von Pommes, Tomaten und Co.

Dieser Nachhaltigkeitsgedanke hat meiner Meinung nach auch eine enge Verbindung zur geplanten Obsoleszenz, darüber habe ich ja HIER schon einmal geschrieben. Es muss sich einfach etwas daran ändern, dass so viel im Überfluss produziert wird, dass Geräte absichtlich so gebaut werden, dass sie schnell kaputt gehen, das wir immer wieder Neues haben wollen und Altes einfach wegwerfen und eben das wir wer weiß wie viele Liter Plastikmüll in der Woche produzieren, wovon ein Großteil leicht hätte vermieden werden können. Warum scheinen heute so viele Menschen nach dem Motto "nach mir die Sintflut" zu leben? Wie kann es einem nur egal sein, was in ein paar hundert Jahren auf der Welt geschieht, wegen dem, was wir heute verantwortungslos und zum Teil in vollem Bewusstsein aus Bequemlichkeit und Faulheit tun?

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Ich schreibe mich gerade vielleicht etwas zu sehr in Rage, aber das Thema beschäftigt mich wirklich sehr und ich halte es neben dem Thema Massentierhaltung und Fleischproduktion für eines der wichtigsten, an denen wir etwas ändern sollten, wenn uns auch nur ein kleines bisschen an unserer Erde liegt und es uns nicht total egal ist, wie unsere Urenkel und deren Kinder irgendwann mal leben werden.

Ich persönlich ziehe für mich erst einmal folgende Konsequenzen daraus, wenn ihr noch mehr Tipps für mich habt, wie man Plastik vermeiden kann, dann bitte her damit.

  • Wenn möglich Gemüse nicht kaufen, sondern selber anbauen (Da wir dieses Jahr eine eigene Gemüsebeet-Parzelle haben, wird sich das machen lassen *freu*)
  • Wenn ich Obst und Gemüse kaufe, dann überwiegend auf dem Markt oder im Bioladen, dort kann man Plastikverpackungen noch eher vermeiden, z.B. kann man zum Markt einen Stoffbeutel für Äpfel oder Kartoffeln mitnehmen und den Verkäufer bitten, die Ware direkt dort hinein zu füllen, beim letzten Markteinkauf habe ich das schon so gehandhabt und es hat bestens geklappt. Lediglich der Feldsalat wurde extra verpackt, aber in eine Papiertüte, alles andere kam in meine Baumwollbeutel.
  • Konserven wenn möglich aus Glas kaufen, Dosen und Tetrapacks wo es geht vermeiden. Die Gläser nach Gebrauch weiter verwenden, z.B. zum Beispiel für Marmelade, Getreide, Zucker etc.
  • Keine Tiefkühlpommes etc. mehr kaufen, sondern z.B. die Pommes lieber aus frischen Kartoffeln machen - schmeckt eh viel besser.
  • Sachen die nun mal in Plastik verpackt sind nach Möglichkeit in größeren Packungen kaufen, z.B. lieber einen großen Yofu Becher statt viele kleine oder keine Süßigkeiten kaufen, die noch mal einzeln verpackt sind.
  • Weniger Beuteltee kaufen, dafür mehr losen Tee.
  • Häufiger umweltfreundliche Kleidung kaufen, Möbel öfters mal gebraucht kaufen, lieber mehr auf Qualität statt Quantität setzen.
  • Auch abgesehen von Lebensmitteln wenn möglich kein Plastik mehr kaufen. Z.B. haben wir letzte Woche einen neuen Mülleimer und Vorratsgläser bei Ikea gekauft - war dringend nötig. Wir haben bewusst nach Möglichkeiten gesucht, dabei so wenig Plastik wie möglich zu kaufen, der Mülleimer ist aus Metall und die Vorratsdosen sind eben aus Glas bzw. Metall. 4 von den Dosen haben zwar Plastikdeckel, aber immerhin ist es nicht so viel Plastik geworden, wie sonst, wenn wir nicht bewusst darüber nachgedacht hätten. Man muss oft vielleicht etwas mehr zahlen, wenn man sich für eine Alternative zu Plastik entscheidet, aber seien wir mal ehrlich, Plastikdosen sehen doch im Vergleich zu welchen aus Glas auch einfach hässlich aus, oder nicht? Man investiert also nicht nur in nachhaltigeres Material und seine eigene Gesundheit, sondern auch in eine schickere Wohung ;) In Zukunft will ich auch hier sehr darauf achten, z.B. Schüsseln, Tabletts etc. nur noch aus Glas, Keramik, Metall oder Holz zu kaufen, keine Plastikstrohhalme mehr zu kaufen usw....

Man kann sicher noch viel mehr tun und ich bin in der Hinsicht alles andere als perfekt ;)

So lange wir so sehr von Plastik umgeben sind, ist es wohl kaum möglich, komplett plastikfrei einzukaufen, z.B. ist jeder Tofu, jede vegane Fleischalternative und jeder vegane Käse, die meisten Süßigkeiten usw. irgendwie in Plastik verpackt. Trotzdem will ich mein Bestes geben und das Ganze an Stellen, wo es mir möglich ist so weit wie möglich reduzieren. Plastik ist ungesund und umweltschädlich und daher will ich es aus meinem Leben so gut es geht verbannen.
Ich wäre sehr auf eure Meinung zu dem Thema gespannt und ob ihr noch irgendwelche Tipps für mich habt, was ich zusätzlich verbessern kann.

Falls ihr euch für dieses Thema interessiert, kann ich euch folgende Dokus ans Herz legen:

Plastic Planet und Story Of Stuff

Sonntag, 26. Februar 2012

Veggie World 2012–so war´s :)

Gestern war es also so weit, wir haben uns aufgemacht und sind zur Veggie World nach Wiesbaden gedüst. Die Ausstellung war einigermaßen überschaubar, es gab so an die 40 Stände, aber trotzdem wurde uns auch nach Stunden nicht langweilig, weil es so viel zu probieren und zu entdecken gab :) Ausgestellt haben unter anderem der Vebu, Alles Vegetarisch, Vegusto, Vegourmet, Sea Shepherd, Zwergenwiese, Rapunzel, Keimling, Pure Raw und viele mehr :)

Die Veggie World fand parallel zur Paracelsus Messe statt, mit der wir überhaupt nichts anfangen konnten. Ich bin ja schon ziemlich offen gegenüber manchem Esoterik Kram, aber so Sachen wie Aura Fotografie oder Kopfhöhrer, die einem Tageslicht in die Ohren leuchten sollen, was gegen Depressionen helfen soll und sowas…Naja ich weiß ja nicht :D

Aber dafür waren wir ja auch nicht da, sondern um veganes Futter zu futtern <3

Mir hat die Messe insgesamt wirklich sehr gut gefallen und ich komme nächstes Mal gerne wieder :)

Mich hat sogar einer meiner Blogleser erkannt und angesprochen, damit hatte ich gar nicht gerechnet :D Liebe Grüße an dich! :)

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OMFG vegane Berliner <3 Mein Futter Highlight der gesamten Messe! Mehr Essen habe ich mir dort auch gar nicht gekauft, da man ja auch durchs Probieren an den Ständen so viel gefuttert hat :D Ansonsten gab es  nur noch einen grünen Smoothie, der wirklich lecker war. Es gab aber wirklich eine ordentliche Auswahl an diversen veganen Gerichten und sogar das Messe Restaurant hatte eine vegane Speisekarte, das fand ich sehr schön :)

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Frosta hat unter anderem ihr neues veganes Pfannengericht vorgestellt – Couscous Oriental heißt es. Man konnte es natürlich dort probieren und ich war wirklich positiv überrascht, es hat auf jeden Fall besser geschmeckt, als ich es erwartet hatte und ich werde es bestimmt ab und an mal kaufen :)

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Wir haben auch einen Vortrag angehört, vom Vebu Geschäftsführer Sebastian Zösch. War sehr gut gemacht und interessant :)IMG_4118IMG_4124

Und natürlich haben wir auch jede Menge Futterkram gekauft <3

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UNFASSBAR lecker, dieser Kokoskram <3

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Oben: Produkte von Vegusto. Die Bratwürstchen haben uns total überzeugt, sie schmecken klasse und haben eine tolle Konsistenz, sind außerdem kein bisschen zu trocken. Die No-Muh Sauce gab es in einer ähnlichen (etwas flüssigeren) Version zum probieren auf der Messe und sie hat sooo gut geschmeckt. Ich mag ja fast keinen veganen Käse, aber das war grandios. Und sogar mein Freund fand sie richtig lecker, vielleicht wird ja doch noch ein Veganer aus ihm :D

Unten: Samba Schokoaufstrich und ein Nussmilch-Beutel

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Schön wars :)

Samstag, 25. Februar 2012

Das tollste vegane Wochenende steht an <3

Gleich geht es zusammen mit meinem Freund und der Frau Springinsfeld zur Veggie World in Wiesbaden. Ich freue mich schon sooo sehr darauf, bin so gespannt was es alles zu entdecken geben wird und werde natürlich mit vielen, vielen Fotos für den Blog zurück kehren :)

Morgen geht es dann direkt weiter, da findet im Asta Café der Uni Köln mal wieder ein veganer Brunch statt und ich, mein Freund und die liebe Dani werden dabei sein.

YEY! Ich hoffe ihr habt alle auch ein ganz schönes Wochenende!

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Komm mir nicht zu nahe, Freundchen :D

Donnerstag, 23. Februar 2012

Freakshow - oder auch: Veganer beim Tolerance Day auf ProSieben

Am Sonntag hieß es bei ProSieben mal wieder "Tolerance Day" - dabei sollte angeblich mit unberechtigten Vorurteilen Randgruppen oder Andersartigen gegenüber aufgeräumt werden. Eigentlich ein löblicher Gedanke, aber ProSieben ist und bleibt nun mal ein Privatsender, dem es in erster Linie um Quoten geht und die erreicht man am besten indem man Freaks zeigt über die man lachen oder staunen kann - zumindest bei dem Bericht über die Veganer kam es mir so vor. Vorurteile wurden hier absolut nicht aus dem Weg geräumt, ich denke sogar es kamen eher noch neue dazu.

Gezeigt wurden die Bewohner des Antitierbenutzungshofs. Ich muss es leider sagen, sie kamen in dem Bericht extrem freakig und sehr militant rüber. Inwiefern das der Realität entspricht vermag ich aber nicht zu beurteilen. Jeder weiß ja, dass bei solchen Berichten gerne mal seeehr ungünstig geschnitten wird, es werden suggestive Fragen gestellt und Tatsachen generell einfach mal ein bisschen anders dargestellt.

Ob es jetzt also an der Berichterstattung oder an den gezeigten Veganern lag - ich glaube dieser Bericht wirft ein ziemlich negatives Licht auf Veganer und kam kein bisschen einladend herüber. Wenn ich Omni wäre, keine Ahnung von Veganismus hätte und mir den Bericht ansehen würde, würde ich sicher nicht denken "Oh, klingt ja interessant." sondern eher "WTF? Freeeaks"

Den Reporter fand ich ziemlich bescheuert und unfreundlich. Aussagen wie "Irgendwie kommt es mir so vor, als würdest du dich für was besseres halten" oder "Habt ihr denn überhaupt irgendwas mit normalen Menschen gemeinsam?" sprechen ja schon für sich. Er war überhaupt nicht daran interessiert, objektiv zu berichten, seine Meinung stand mit Sicherheit schon vorher fest. Es wurde mit keinem Wort darüber berichtet, was Veganer denn vielleicht so als Alternative tolles essen können, es wurde nicht gezeigt wir normal die meisten von uns sind. Sowas ist wirklich schade, da ProSieben ja auch schon mal einen ziemlich guten Bericht über Veganismus bei Galileo gezeigt hat und es daher theoretisch auch besser kann. Damit ist dieser Bericht jetzt also ein ziemlicher Rückschritt. Gerade wenn doch "Tolerance Day" ist, sollte es eigentlich anders laufen...

Die Veganer darf man mit Sicherheit zu den konsequenteren unter "uns" zählen. Will ich nicht veruteilen - jedem das seine, aber ich denke Omnis überzeugt man damit nicht besonders gut. Ins Fernsehen gehören daher vielleicht besser andere - wenn auch nicht gerade Attila Hildmann :D Björn Moschinski hat ja schließlich gezeigt, dass es auch noch etwas zwischen dem super militanten Freak Veganer und dem "Ich tus nur für meinen Body und den Cholesterinwert" Lifestyle Veganer gibt.

Auf dem Antitierbenutzungshof gibt es unter anderem Hühner und Schafe - die Hühner legen Eier, diese werden aber weggeschmissen. Die Schafe müssen ab und zu geschoren werden, die Wolle wird dann ebenfalls weggeschmissen oder verbrannt. Wie ich das mit den Eiern handhaben würde, weiß ich selber nicht so genau, denn ist es nicht so, dass man Hühnern ihre Eier nicht wegnehmen sollte, damit sie nicht so viele neue legen, da sie das in der freien Natur auch nicht tun würden? Und Wolle verbrennen oder wegschmeißen, warum? Verstehe ich irgendwie absolut nicht. Klar, Tiere sollen vom Menschen nicht ausgebeutet werden, aber können sie nicht in einer Symbiose miteinander leben? Die Tiere werden dort doch super versorgt und müssen ja ab und zu geschoren werden - die Wolle ist dann also da und sie dann zu verbrennen fände ich irgendwie undankbar und verschwenderisch. Blindenhunde werden auch abgelehnt - wie ich dazu stehen soll weiß ich nicht so recht. Die kleine Tochter bekommt keinen Teddy und nur Spielzeug, welches Fantasietiere wie Drachen darstellt, da sie nicht lernen soll, dass Tiere zum knuddeln da sind. Ich will darüber nicht urteilen, aber ich würde bei meinen Kindern nicht so handeln. Ich denke, dass Kinder schon relativ früh zwischen echten Tieren und Spielzeug unterscheiden können und man kann auch ein Kind, welches einen Teddy besitzt zu Respekt und Liebe gegenüber Tieren erziehen.

Insgesamt hat mich der Bericht sehr enttäuscht und aufgeregt - bereits bestehende Vorurteile wurden keinesfalls beseitigt, vermutlich sogar verschlimmert. Das liegt aber mit Sicherheit nicht nur an den Bewohnern des Antitierbenutzungshofs, sondern auch an der äußerst schlechten Berichterstattung. Wie seht ihr das?

Den Bericht könnt ihr HIER ansehen.

Montag, 20. Februar 2012

Outfit Of The Day 19/02/12

Ich habe mal wieder meinen Kleiderschrank aufgeräumt und ausgemistet, 2 Tüten voll für die Kleiderspende und 2 Umzugskartons voll für Ebay/den Flohmarkt sind zusammen gekommen. Darum kümmere ich mich aber erst nach meinen Prüfungen. Jedenfalls ist mir dabei mein roter Rock wieder in die Hände gefallen, der ist schon über 6 Jahre alt und ich schätze, ich hatte ihn seit mindestens 4-5 Jahren nicht mehr an. Heute war es aber mal wieder so weit, da ich ihn eigentlich sehr hübsch finde. Wenn man Sachen so lange nicht mehr anhatte, fühlt es sich ja fast an, als hätte man ein ganz neues Kleidungsstück. Gar nicht so schlecht :D

Ich bin übrigens ungeschminkt, nur so als Vorwarnung :D

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Übrigens: Einige von euch hatten mich nach einer Review zum neuen Shampoo und der neuen Spülung von Alverde gebeten, die ich mir Anfang Januar gekauft und hier gezeigt hatte. Diese ist nun auf Blanc et Noir erschienen, falls ihr sie dort nicht sowieso schon entdeckt habt ;)

Sonntag, 19. Februar 2012

Vegan Food Porn #4

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Nudelsalat aus Vollkorn-Farfalle, Rucola, Pinienkernen, getrockneten Tomaten, Olivenöl und Balsamico Creme

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Mango Kiwi Lassi :)

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Selbstgemachte Veggie-Leberwurst (aus Räuchertofu und Kidneybohnen)

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Cevapcici mit Djuvec Reos

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Waffeln OMNOMNOM

Freitag, 17. Februar 2012

Collapse the Light Into Earth

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I won't shiver in the cold
I won't let the shadows take their toll
I won't cover my head in the dark
And I won't forget you when we part
Collapse the Light Into Earth
I won't heal given time
I won't try to change your mind
I won't feel better in the cold light of day
But I wouldn't stop you if you wanted to stay
Collapse the Light Into Earth

(by Porcupine Tree)

Mittwoch, 15. Februar 2012

Henna und Kinderarbeit.

Gerade sah ich mir diese kurze ARD Doku an. Ich dachte zuerst, dass es dort nur um giftige Kinderschminke geht. Betrifft mich persönlich ja noch nicht, da ich keine Kinder habe und wenn, dann würde ich ihnen so etwas sicher nicht kaufen. Zum Glück hat ja sogar Alverde kürzlich eine Limited Edition mit Naturkosmetik Kinderschminke für Karneval herausgebracht – es gibt also Alternativen wenn man sich ordentlich informiert. Aber wie sieht es bei Henna aus?

In der zweiten Hälfte des Berichts geht es um diese Wunderpflanze. Wie ihr wahrscheinlich wisst, färbe ich meine Haare schon lange mit Henna und liebe es total. Ich will mir meine Haare nie wieder mit etwas anderem färben. Der Bericht zeigte aber, dass sehr oft auch Kinder in der Hennaproduktion arbeiten und das bei der Herstellung von schwarzem Henna (ich glaube damit meinten sie nur diese Paste für Tattoos, das schwarze Henna fürs Haarefärben ist im Prinzip ja kein Henna, sondern Indigo) oft sehr viel gefährliche Chemie verwendet wird, die schwere Allergien auslösen kann und wegen der sogar öfters mal Fabriken hochgehen. Das kratzt natürlich ganz schön an dem Öko-Image, was Henna ja nunmal hat. Das Henna was ich verwende ist frei von Chemie, aber vielleicht wurde es ja auch mit Kinderarbeit hergestellt?

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Vermutlich ist fast keine Kosmetik, kein Waschmittel usw. wirklich 100%ig ökologisch Korrekt. Es ist im Prinzip immer ein zweischneidiges Schwert. Irgendwelche Nachteile haben wohl die meisten Produkte, mögen sie auf den ersten Blick auch noch so öko erscheinen. Henna, Waschnüsse und so weiter - all das erscheint uns hier in Deutschland als die deutlich umweltfreundlichere und korrektere Alternative zu konventioneller Chemie-Haarfarbe und zu Waschpulver. Die Menschen, die Henna und Waschnüsse anbauen bzw. ernten und verarbeiten haben aber oft sicherlich keine tollen Arbeitsbedingungen. Ganz zu schweigen von Kinderarbeit, die einfach nicht akzeptabel ist. Zusätzlich sollen die Waschnuss-Preise in Indien durch den wachsenden Import ja so gestiegen sein, dass viele Inder sich die Nüsse nicht mehr leisten können. Dazu hörte ich aber auch schon gegenteiliges, ich weiß nicht so wirklich was ich da glauben soll…Im Moment wasche ich meine Wäsche meistens mit Waschnüssen, manchmal mit Waschmittel von Frosch oder Ecover. Unser Vorrat wird auch noch eine halbe Ewigkeit ausreichen. Was ich danach mache? Keine Ahnung. Was wiegt schwerer? Die Umweltbelastung durch konventionelles Waschmittel (die ja nun mal da ist auch wenn ich Waschmittel von Frosch oder aus dem Bioladen kaufe) oder die Zustände in Indien? Ich weiß es nicht, kann man so etwas überhaupt gegeneinander aufwiegen? Wäsche waschen muss ich aber nun mal. Vielleicht gibt es auch Waschnüsse aus ökologischem und fairem Anbau. Ich werde dazu weiter recherchieren. Die Haare färben muss ich mir theoretisch nicht, es ist mir aber sehr, sehr wichtig. Ich würde lieber auf die meiste andere dekorative Kosmetik verzichten, die ich so besitze, als auf meine Haarfarbe. Im Moment habe ich einen Hennavorrat der noch einige Monate reichen wird. Irgendwann dieses Jahr muss ich mir aber neues kaufen. Für mich steht fest, dass ich mir kein billiges mehr über Ebay oder in türkischen/asiatischen Läden kaufen werde. Auch das Henna von Müller werde ich wohl erst mal meiden, bis ich genaueres weiß, denn ist soweit ich weiß keine Naturkosmetik. In Zukunft werde ich nur noch Geld für Henna ausgeben, welches Naturkosmetikrichtlinien entspricht. Das Henna von Logona z.B. kommt nicht aus Indien sondern von der “Sekem-Farm, einer biodynamischen ägyptischen Initiative” (mehr dazu hier).  Das erscheint für mich völlig in Ordnung und mit meinen ethischen Vorstellungen vereinbar. Wie es mit Henna von Santé etc. aussieht muss ich in den nächsten Monaten herausfinden. Dann muss ich wohl etwas tiefer in die Tasche greifen, aber das ist es mir definitiv wert, Kosmetik ist nun mal ein Luxusgut und nichts lebensnotwendiges.

Wie steht ihr dazu? Für welche Alternative entscheidet ihr euch? Und habt ihr irgendwelche Tipps für mich? :)

Übrigens lustig, dass das Standbild des Videos mit dem Titel “Giftige Kinderschminke” ein Foto von einem Essence Aufsteller zeigt. Das ist zwar sicher keine Naturkosmetik, aber soo schlimme Inhaltsstoffe wie in dem Video gezeigt verwenden sie soweit ich weiß auch nicht :D

Freitag, 10. Februar 2012

Kleiner Einkauf zum Wochenende

Ich liebe das Wetter heute. Zumindest hier in Köln ist es nicht mehr so ganz unerträglich kalt, die Sonne scheint wunderbar und es liegt ein winziges bisschen Schnee – für meinen Geschmack könnte es mehr sein, aber ich bin auch so zufrieden. Wenn das Wetter jetzt bis zum Frühlingsbeginn so bleiben könnte, wäre es toll <3

Ich hab das schöne Wetter ausgenutzt und eben ein paar Sachen auf dem Wochenmarkt einkauft, bei der Gelegenheit war ich dann auch noch kurz bei DM, im Bioladen und bei Rossmann.

Auf der Facebook Seite von Rossmann kann man sich momentan noch (ich weiß nicht, wie lange noch) einen Gutschein ausdrucken, mit dem man dann am Fotodrucker gratis 10 Fotos ausdrucken kann. Das finde ich ne schöne Idee, deswegen habe ich das heute gleich mal genutzt und ein paar Fotos von mir, den Katzen, dem Hasi, meinen Eltern usw. ausgedruckt, die kommen dann wahrscheinlich in kleine Bilderrahmen und ab an die Wand. Die Fotoqualität ist nicht so suuuper toll, aber so ist das bei diesen Sofortdruckern ja immer – ich freu mich trotzdem drüber :)

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Dann war ich noch bei DM und habe entdeckt, dass es dort auch Holzspülbürsten gibt – die kosten nicht einmal mehr als die günstigsten aus Plastik – nur 55 Cent. Ich frage mich ernsthaft, wieso ich so lange diese Plastikdinger gekauft habe, wenn es doch auch umweltfreundlicher geht – aber nun ja, jetzt hab ich dazu gelernt. Ich hatte zuerst bedenken, ob die Borsten vielleicht nicht vegan sind, laut Internet sind sie´s :)

Außerdem hab  ich noch Seife, Tee, Risotto und Zucker gekauft.IMG_3347

Im Bioladen durfte ein Roggenbrot, Würstchen, Couscous, Hefeflocken und Salz mit – den Salzstreuer habe ich eigentlich nur gekauft, weil unser alter jetzt schon etliche Jahre alt ist (ich kaufe sonst immer Nachfüllpackungen) und inzwischen durch diverse Flecken von irgendwelchem Essen total versifft aussieht :D

Auf dem Markt habe ich dann noch Kartoffeln, Rucola, Schnittlauch und Petersilie gekauft.

Nachher essen wir Vollkornnudeln mit Sojabolognese. Und was gibt´s bei euch dieses Wochenende so zu futtern? :)

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Dienstag, 7. Februar 2012

Buchrezension: Vegan Guerilla von Sarah Kaufmann

Anfang Dezember bekam ich vom Roots Of Compassion Verlag freundlicherweise ein Rezensionsexemplar des neuen veganen Kochbuchs “Vegan Guerilla – die Revolution beginnt in der Küche” von Sarah Kaufmann zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Da ich den Vegan Guerilla Blog schon seit längerer Zeit sehr gerne lese, habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut.

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Das Buch ist, wie die anderen Bücher von Roots Of Compassion auch, als Ringbuch gebunden, dieses hat noch zusätzlich die Besonderheit, dass es außerdem eine feste Hülle hat – dadurch kann man das Buch leider nicht mehr so schön umklappen, was ich an meinen anderen ROC Büchern bisher sehr geschätzt habe – denn wenn man weniger Buchfläche offen in der Küche beim Kochen liegen hat, saut man das Buch auch weniger schnell ein – andererseits verschafft dies dem Buch natürlich auch eine größere Stabilität, was auch nicht zu verachten ist.

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Insgesamt finde ich das Buch optisch sehr ansprechend, die Fotos gefallen mir total gut. Das Buch ist komplett auf Recyclingpapier gedruckt, was ich als kleine Ökotante natürlich echt gut finde. Die Seiten sind dadurch natürlich nicht ganz so extrem weiß und die Fotos insgesamt vielleicht etwas farbärmer als man es von Hochglanzfotos so kennt, aber irgendwie gefällt mir gerade das besonders gut – die leicht verminderte Farbsättigung der Bilder empfinde ich persönlich als sehr schön und passend.

Nun aber zum Inhalt, das Buch enthält 40 Rezepte, dazu gehören Salate, Suppen, Hauptgerichte und Nachspeisen. Mich persönlich sprechen sehr viele der Gerichte an und alles, was ich bisher aus dem Buch nachgekocht habe, hat mir auch wirklich gut geschmeckt. Sehr gut gefällt mir, dass die Hauptgerichte ziemlich abwechslungsreich sind und auch viel mit Zutaten wie Tempeh, Süßkartoffeln und Quiona gearbeitet wird, die ich in anderen veganen Kochbüchern bisher eher selten sah –  das finde ich eine schöne Abwechslung zu den üblichen Verdächtigen wie Tofu, Seitan und Reis. Schön finde ich auch, dass einige Rezepte wirklich etwas besonderes sind, wie z.B. der Monkey Burger, der u.a. mit Bananen hergestellt wird oder die Cake Balls, kleine, mit Schokolade umhüllte Kuchen am Stiel.

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Was mir persönlich weniger gut gefällt, ist das in sehr vielen Rezepten veganer Käse verwendet wird. Ich mag am liebsten vegane Kochbücher, die Rezepte enthalten, bei denen man die Zutaten relativ leicht bekommen kann – in den Bioladen fahren ist ja echt in Ordnung, aber für veganen Käse müssen viele Leute direkt online bestellen, was das Ganze sehr aufwändig macht. Hinzu kommt, dass mir persönlich 90% aller veganer Käsesorten nicht schmecken und ich daher einfach lieber ganz auf Käse verzichte oder zum Überbacken manchmal eine Cashewcreme nutze. In vielen Fällen kann man den veganen Käse aber auch einfach weglassen oder durch etwas anderes ersetzen, das finde ich dann wieder in Ordnung.

Insgesamt gefällt mir das Buch wirklich gut, da es ansprechend gestaltet ist und viele sehr schöne Rezepte enthält – hätte ich es nicht schon, würde ich es mir auf jeden Fall kaufen! Von mir daher eine Kaufempfehlung :)

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