Samstag, 21. Januar 2012

Wenn man als Veganer Fleisch kauft…oder auch: Katzen BARFen

Ich stehe in einer kleinen Bio-Metzgerei. Vor mir die Theke mit einer riesen Menge an totem Tier. Ich versuche nicht allzu genau hinzusehen und schaue mir lieber den Rest des Ladens an, bis ich an der Reihe bin. Abgesehen von der Theke eigentlich ein ganz netter Laden, es gibt ein paar kleine Regale mit Biolebensmitteln. Getreide, Nudeln, Aufstriche, sogar ein paar Putzmittel und Kosmetik. Draußen vor dem Laden steht ein winziges Holzhäuschen, etwa so groß wie ein Gartenhaus, in dem scheinbar Obst und Gemüse verkauft wird. Das gefällt mir, aber deswegen bin ich nicht hier. Ich bin wegen dem Fleisch hier, was ich eigentlich nicht einmal ansehen mag. Mir wird ein bisschen schlecht, ich weiß nicht, ob es nur am Geruch liegt, der den ganzen Laden dominiert, oder auch daran, dass ich gerade vorher noch beim Sport war und bisher nur eine Banane gegessen habe und einfach etwas unterzuckert bin.

Ich versuche mehr durch den Mund zu atmen um den Geruch nicht so wahrzunehmen. In dem Laden sind noch einige andere Kunden, sodass ich eine Weile warten muss, bis ich dran bin. Aber endlich kommt eine weitere Verkäuferin hinzu und ich kann meine Bestellung aufgeben. Ich will Fleisch für meine Katzen kaufen. Zum BARFen. Sie verschwindet kurz und holt 1 kg günstiges Rind- und Lammfleisch für mich. Rind und Lamm. Sofort habe ich die Bilder von diesen Tieren vor Augen, wie sie lebendig und wunderschön vor mir stehen. Ich fühle mich nicht besonders wohl in dem Laden. Aber ich habe mir ja versprochen, dass ich das jetzt mal durchziehen werde. Das ich versuchen werde, meine Katzen mit rohem Fleisch zu ernähren. Denn BARFen ist sicherlich das Beste, was man seinen Katzen futtertechnisch bieten kann. Wenn man einmal davon absieht, dass man die Katze auch nur Mäuse fressen lassen könnte, ist BARF sicherlich das artgerechteste Futter für Katzen. Bisher sprach für mich nur der Preis und der Aufwand dagegen, meine Katzen (zumindest teilweise) zu BARFen. Und, ja, der Gang in die Metzgerei eben, weil ich da irgendwie doch mehr Hemmungen habe, als ich anfangs dachte und als ich mir eigentlich zugestehen will. Als ich theoretisch darüber nachgedacht habe, fand ich es eigentlich gar nicht schlimm. Wenn man seine Katzen mit Fleisch füttert, dann ist es ja gleich, ob man es ihnen roh gibt oder als Nassfutter aus der Dose. So oder so sind Tiere dafür gestorben, aber das lässt sich nun mal nicht vermeiden, wenn man Katzen hat und wie ich davon überzeugt ist, dass vegane Katzenernährung alles andere als gesund und verantwortungsvoll ist. Im Prinzip macht es also moralisch keinen Unterschied, aber es ist doch leichter eine Dose zu kaufen und dann das undefinierbare Etwas aus der Dose auf den Teller zu befördern, was nur noch im entferntesten nach Fleisch aussieht. Der Ekelfaktor ist dabei jedenfalls mit Sicherheit geringer. Da kann man dann leichter verdrängen, was das da vor einem eigentlich ist. Im Prinzip doch eigentlich derselbe psychologische Prozess wie bei der Kinderwurst mit Gesicht drauf. Wie soll ein Kind denn bitte daran noch erkennen, was Fleisch eigentlich ist? Gar nicht.

Für mich soll der Ekel vor Fleisch aber nun nicht mehr als Ausrede gelten. Wenn ich meinen Katzen Fleisch gebe, dann, so meine ich, muss ich auf in der Lage sein, dass Fleisch zu sehen, zu riechen und anzufassen. Damit kehrt der Respekt vor dem Tier, was da tot vor mir liegt doch wieder viel mehr zurück. Auch wenn ich das Fleisch nicht selber esse und mir ganz sicher bin, dass ich NIE wieder welches essen werde – ich kaufe es ja trotzdem, also sollte ich auch damit umgehen können, finde ich.

Ich kaufe also das Fleisch, 7,90€ zahle ich für ein ganzes Kilo Bio-Fleisch. Ich glaube es ist reines Muskelfleisch aber so sehr kenne ich mich damit nicht aus. Will ich eigentlich auch gar nicht, obwohl mir später beim zerschneiden doch immer wieder der Gedanke kommt, welches Körperteil ich da gerade zerschneide und wo das Äquivalent an meinem Körper säße. Jedenfalls scheint das für meine Miezen genau das richtige zu sein. Ich finde das viel Geld, aber es scheint ein normaler oder sogar eher günstiger Preis für Bio-BARF-Fleisch zu sein. In Kürze will ich versuchen, meine Katzen ausschließlich mit rohem Fleisch und entsprechender Supplementierung zu füttern, da ich das für wesentlich gesünder halte. Bio-Fleisch kann ich mir in der Menge aber leider nicht leisten. Für´s Erste habe ich für Anfang Februar einige Kilo bereits gewolftes und tiefgefrorenes Fleisch bestellt, das wird mir sogar bis an die Haustür geliefert, damit erspare ich mir also in Zukunft den Metzgerei-Geruch.

Zu Hause fange ich dann bald an, das Fleisch zuzuschneiden. Ich nehme es ganz bewusst in die Hände und rieche sogar kurz daran. Der Geruch ist total ungewohnt aber weniger eklig, als in der Metzgerei, dort gab es ja den absoluten Fleisch-Overkill und nicht nur ein Kilogramm. Ich habe zuerst überlegt, ob ich Handschuhe tragen soll, aber die müsste ich mir erst kaufen und letzten Endes entscheide ich mich dann doch ganz bewusst dagegen. Ich will mir ganz bewusst sein, dass das da vor mir Fleisch ist und es mit "Respekt" behandeln und mich so wenig wie möglich davor ekeln. Ich versuche mich nur noch vor dem kranken System zu ekeln, was solches Fleisch in einem derartigen Übermaß produziert, dass es Massentierhaltung gibt, dass riesige Mengen einfach weggeworfen werden und Menschen so viel davon essen, dass sie krank werden. Dafür kann das Stück Fleisch vor mir auf dem Tisch aber nichts, es dient nur dazu, meine Katzen zu ernähren, die ohne Fleisch nicht (gesund) leben können und die es daher brauchen. Am Anfang ist es total ungewohnt, das Fleisch zu schneiden, da es, je nach Stelle ganz unterschiedliche Festigkeiten aufweist, ganz anders als ich es von meinem Grünzeug gewohnt bin. Einige Stücke sind richtig schwer zu schneiden und so dauert das Ganze ziemlich lange. Die ganze Zeit denke ich an die Tiere, die hierfür gestorben sind und bin hin und hergerissen zwischen einem Gefühl von Traurigkeit und einem rationalen Gedanken, der mir sagt: “Deine Tiere sind nun mal Fleischesser. Du brauchst kein Fleisch, aber für sie gehört das zum Leben dazu. Da du dir Katzen hälst musst du sie also auch mit Fleisch füttern. Draußen würden sie sich Mäuse und Vögel fangen, da würden also genauso Lebewesen sterben.” Ich weiß, dass die rationale Seite recht hat, aber trotzdem kann ich es nicht verdrängen, dass Fleisch für mich persönlich etwas ist, dem ich nichts positives abgewinnen kann.

Für mich wird es wohl immer ein kleines ethisches Dilemma bleiben. Ich werde meine Katzen immer mit Fleisch füttern und finde das auch gut und richtig so. Das Fleisch zu kaufen, zu sehen und zu schneiden ist aber immer mit einem gewissen Ekel und einem leicht schlechten Gewissen verbunden. Aber das werde ich nicht ändern können.

Als ich meine Miezen in die Küche lasse stürzen sie sich direkt wie die Wilden auf das Fleisch und haben es in weniger als einer Minute verspeist. Sie sind so begeistert, dass sie sogar beim Essen knurren. Man merkt richtig, wie viel besser es ihnen schmeckt als das Dosenfutter (obwohl sie auch das sehr gerne essen und ich relativ hochwertiges kaufe). Ich merke, dass der Schritt zum BARFen der Richtige ist. Fleisch füttern muss ich so oder so und der intensive Kontakt mit dem Fleisch beim BARFen ist etwas, womit ich klarkommen muss, denn ich will meine persönliche Abneigung und eventuellen Ekel gegenüber Fleisch nicht wichtiger nehmen, als die möglichst gesunde Ernährung meiner Katzen. Fürs erste will ich meinen Katzen 1x die Woche rohes Fleisch geben, ab Anfang Februar werde ich dann versuchen, meine Katzen dauerhaft zu BARFen und dafür auch noch ein entsprechendes Supplement kaufen.

Auch wenn ich den Besuch in der Metzgerei und das Kleinschneiden des Fleisches nicht gerade wunderschön fand und mir angenehmere Freizeitaktivitäten vorstellen kann, bin ich doch froh, dass ich mich nun endlich mal getraut und mir wieder bewusst gemacht habe, was das eigentlich genau ist, was meine Katzen da essen.

Ich bin froh und dankbar, dass ich es nicht essen muss um glücklich und gesund leben zu können und bin einmal mehr sehr glücklich mit der Entscheidung, mich vegan zu ernähren.

Kommentare:

  1. Schöner Beitrag! Genauso hab ich mich gestern auch gefühlt, als unsere Katzen ihre Rohfleischportion bekommen haben :/ Aber das ist wirklich die artgerechteste Ernährung für sie (wenn man keine Mäuse und Küken füttern möchte).
    Ich würde sie auch gerne komplett BARFen, aber ich stelle mir das immer noch so unbequem vor. Vielleicht kannst du dann ja noch über deine Erfahrungen berichten? Auch, was genau du fütterst, welche Supplemente etc.?
    Ich hab das Problem, dass eine unsere Katzen kein rohes Fleisch mag. Sie mag es lieber angebraten ;) Diesen Geruch finde ich teilweise noch schlimmer, als den von rohem Fleisch.

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    1. Stimmt, das rohe Fleisch riecht an sich ja gar nicht mal soo krass, angebraten ist es sicher schlimmer. Zum Glück sind meine Katzen so verfressen, dass sie sich auf ALLES stürzen :D

      Sobald ich alles hier habe, um mit der kompletten BARF Fütterung zu beginnen, werde ich auf jeden Fall dazu berichten. Ich habe so einen Lieferservice für Barf Fleisch gefunden und werde am 3.2. das erste Mal beliefert. Bin schon total gespannt. Fürs erste kaufe ich ein fertig gemixtes Supplement von Zooplus, aber später will ich es dann auch mal selber anmischen.

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  2. Ich konnte deine Hemmungen im Artikel geradewegs nachvollziehen und kann mir zumindest ansatzweise vorstellen, wie ungewohnt es für dich gewesen sein muss.
    Aber ich kann deine Beobachtungen teilen. Wenn man Fleisch füttert, das auch wirklich noch nach Fleisch aussieht, dann leben die Katzen förmlich auf. Sie werden wieder zu kleinen Raubtieren und es ist ein Stück zurück zu ihrer Natur.
    Ich hoffe, dass ich irgendwann alle meine Katzen ans Fleisch bekomme. Zwei von ihnen wollen es nicht und stellen sich an Fleischtagen komplett quer. Das ist wohl auch der einzige Grund wieso ich nicht komplett barfe.

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    1. Wirklich schwierig, dass manche Katzen so mäkelig sind. Und die restlichen Katzen komplett zu barfen und nur die beiden anderen mit Dosenfutter zu füttern, wäre wahrscheinlich zu aufwändig, oder? Meine Katzen haben gestern wirklich das Raubtier in sich neu entdeckt, das war schön anzusehen. Nicht, dass sie nicht auch sonst schon wild wären :D

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  3. ui,

    vielen Dank für deinen tollen Erfahrungsbericht. Ich bin auch am überlegen, ob ich mit dem BARFen anfangen sollte... erst mal so wie du, einen Teil und dann immer mehr, wenn man sich in diese Materie eingelesen hat...
    ich kann dich gut verstehen. Ich kaufe meinen Katzen manchmal auch etwas vom Bio-Metzger und ich finde diesen Geruch ziemlich... wie soll man sagen... gewöhnungsbedürftig. ich versuche dann aber immer daran zu denken, dass ich es für meine Katzen kaufe und na ja... trotzdem nicht so einfach...
    gerade jetzt zu weihnachten... als alle ihre toten tiere abgeholt haben *würg*
    möchtest du denn weiter über das BARFen schreiben? Dann könnte ich mir ein paar Tipps und Anregungen von dir holen :)

    Ganz liebe Grüße und ich mag deinen Blog sehr sehr sehr gerne ;)

    Chu-Chu

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    1. Dankeee :)

      Ich werde auf jeden Fall weiter übers BARFen schreiben und über meine Erfahrungen damit, Anfang Februar geht es ja los :)

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  4. Danke für den interessanten Artikel, meine Mutter plant auch gerade ihren Hund in Zukunft zu barfen und ich bin noch dabei, meine Einstellung zu der Sache zu finden.
    Es ist wirkich schwierig und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich einen Hund oder eine Katze ernähren würde, wenn ich eine hätte. Ich glaube nicht, dass ich es in einem Mätzgereigeschäft aushalten würde, mir wird schon immer schlecht wenn ich nur dran vorbei laufe.
    Daher bin ich ganz froh, dass sich bei uns die Haustierfrage momentan gar nicht stellt (Mietwohnung und so).

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  5. Ein wunderbarer Post, ich finde es toll, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst und auch schreibst wie es dir dabei ging.
    Du hattest schonmal über Bozitafutter geschrieben, seit dem bekommen es meine 3 Tiger (Freigänger- fressen also Mäuse/Vögel).
    Nun eine Frage, fütterst du auch Trockenfutter, wenn ja welches?
    Bei uns im Dorf hat vor kurzem ein Hofladen aufgemacht, es wird dort auch selbst geschlachtet und die Rinder sind draußen auf der Weide...aber ich konnte mich irgendwie einfach noch nicht überwinden...

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    1. Ich finde Bozita ist eigentlich auch ein recht gutes Futter, aber Barfen ist natürlich trotzdem besser. Wenn deine Tiger Bozita in Kombination mit Mäusen fressen ist das bestimmt schon ziemlich gut :) Trofu füttere ich eigentlich gar nicht mehr, da es so viel ungesundes Zeug enthält, die letzten Male, die ich Trockenfutter gekauft habe, habe ich es auch nur ganz selten, als Leckerlie gefüttert. Würde ich aber glaube ich auch nicht mehr machen, dafür habe ich ja beim Barfen ja bald die Hühnerhälse (Oje xD)...Ich hatte auch nie irgendwelches hochwertiges Trofu und halte da allgemein nicht viel von, egal von welcher Marke, daher kann ich dir leider keins empfehlen...

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  6. Dein Blogbeitrag spricht mir so sehr aus dem Herzen!
    Ich bin schon lange Vegetarierin und seit letzten Oktober lebe ich vegan.
    Wobei ich eben das Dilemma habe, dass meine 3 Mietzen natürlich alles andere als vegan leben :-( Ich wünschte es ginge anders, aber ich sehe es wie Du: Es wäre nicht gesund für sie.ICH kann gut auf tierische Produkte verzichten, aber sie nicht. Sie sind geborene Fleischfresser, anders als wir Menschen.
    Ich kaufe ihnen eigentlich auch gerne gelegentlich Rohfleisch, weil es so gesund ist. Aber ich habe massiv Mühe in der Metzgerei oder auch nur der Fleischwarenabteilung :-( Wenn ich nicht sofort das gesuchte finde, kann ich da nicht länger sein... ich sehe zu fest das viele Tierleid vor mir. Ganz Blödmensch bin ich da, der sich in den Dosen weniger Tierleid vorgaukeln kann :-(
    Ein ewig Dilemma.

    PS: Zum Thema barfen und was man alles beachten sollte gibt es hier eine tolle Seite (falls Du die nicht eh schon kennst): http://dubarfst.eu/

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  7. Ich könnte das nicht. Das Fleisch ist mit ein Grund, warum ich nie eine Katze haben könnte. Mit Dosenfutter könnte man es sich ja einfacher machen, aber da hätte ich ein viel zu schlechtes Gewissen. Und eine Metzgerei könnte ich nie betreten, ohne zu Würgen...oder mehr.
    Ich habe und liebe meine vegetarischen katzenartigen Tiere - meine Kaninchen :)

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    1. Verstehe ich sehr gut. Meine Katzen habe ich allerdings schon länger, als das ich vegetatisch/vegan lebe und sie sind wie Kinder für mich. Daher bleibt mir eben keine andere Wahl. Ich würde mir aber auch jederzeit wieder Katzen holen, denn ob sie im Tierheim Fleisch fressen oder bei mir, macht ja keinen Unterschied. Ich finde es auch nicht toll, Fleisch zu verfüttern, aber es ist auch nicht so, als würde ich es nicht fertig bringen. Dafür liebe ich Katzen einfach zu sehr.

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    2. Mir geht es wie zombiekatze... die Katzen sind länger da als mein veganes Leben. Früher hielt ich Ratten und manchmal denke ich wehmütig daran zurück wie schön es war, vegetarisch lebende Tiere gehabt zu haben *seuf* Aber es ist wie es ist mit der Liebe... sie sind da, man liebt sie von vollem Herzen und darum ist und bleibt halt das Dilemma.

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  8. hallo zombiekatze, darf ich Dich und alle anderen darauf http://www.provegan.info/de/vegan-ernaehrte-haustiere/berichte/002-ernaehrungsbericht-kater-paulchen/ aufmerksam machen?

    Leider (oder glücklicherweise) beschäftige ich mich damit nur theoretisch, da seit ein paar Jahren alle meine Katzenlieben im Regenbogenland leben ...

    L. G., PD

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    1. Danke für den Link, ich persönlich halte allerdings gar nichts von veganer Katzenernährung, warum nicht, dazu habe ich hier auch schon mal etwas geschrieben: http://het-heksje.blogspot.com/2011/02/warum-ich-meine-katzen-nicht-vegan.html

      Außerdem teile ich auch die Meinung dieses Artikels von Ricarda:
      http://miauinfo.de/2011/03/vegetarischesveganes-katzenfutter-eine-kritische-betrachtung/

      Es mag durchaus Katzen geben, die trotz veganer Ernährung gesund sind, aber das ist genau das gleiche wie bei minderwertigem Dosenfutter. Das kann Katzen auch krank machen, weil es ungesund ist, muss es aber nicht. Es sterben ja auch nicht alle Raucher an Lungenkrebs, also stirbt auch sicher nicht jede Katze, die falsch ernährt wird (direkt). Ich habe aber schon von mehreren Katzen gehört, die vegan ernährt wurden und davon schwer krank wurden oder sogar starben.
      Für mich ist vegane Katzenernährung absolut keine Option.

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    2. Für mich ist die vegane Katzenernährung leider auch keine Option. Nur weil eine Website dafür spricht, heisst das leider noch gar nichts. Es gibt viel zu wenig langjährige Erfahrungsberichte und zuviel was dagegen spricht. Da mit meinen eigenen Tieren zu experimentieren ist mir einfach nicht geheuert... auch wenn ich durch meine Haustiere ungern die ganze Fleischindustrie dann doch wieder mitunterstütze :-(

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    3. Ich finde es toll, dass du deine Katze troz allem Ekel barfst, nur möchte ich dir empfehlen, dich wirklich gut in das Thema einzulesen... Katzen sind ja nicht mehr die wildlebenden Tiere, die sie mal waren, und außerdem fressen sie draußen kein Fleisch vom Metzger, sondern mit ganzen Tieren auch andere Dinge (etwa deren Mageninhalt) und wenn man nur Fleisch gibt, dann bekommen die Haustiger leicht Nährstoffmangeln und sind dann zusätzlich anfälliger für Krankheiten, etc. Wenn du das schon hast, super :)
      Außerdem aufpassen musst du dabei, welches Fleisch du gibst, also Schwein darf man gar nicht geben, und Bio ist sicher am besten, aber halt da gucken, ob es dennoch frisch ist (Metzger geben oft nicht mehr verkäufliches Fleisch billiger ab für Barfer), denn sonst können Würmer drinnen sein, und dann musst du dauernd Profender oder so geben und das geht erstens ins Geld und ist zweitens, wenns dauernd ist, auch nicht gut für die Katze, obwohl barfen ja eigentlich genau das sein soll.
      Nur als Hinweise, sorry, wenn du eh an alles gedacht hast, aber wenn nicht, schadet's nicht, wenn ich's hier poste :)

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  9. schöner Blog :)
    schau doch auch mal auf meinen vorbei.

    und kurze Frage: Wie gefällt dir speziell mein jüngst gepostetes Foto?
    xoxo
    wieczorama Fotoblog

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  10. Ein Thema über das ich mir auch schon oft Gedanken gemacht habe. Ich habe vier Katzen und eine Hündin.
    Meine Tiere sind Fleischfresser und sie sollen nicht darunter leiden, dass wir Menschen nicht respektvoll mit Lebewesen umgehen können. So schwer es mir auch fällt, meine Tiere kriegen alle Fleisch.

    Momentan bin ich bei 20% Barf angekommen, das bedeutet, dass ich nicht supplementieren muss. Die größte Angst habe ich eigentlich davor, dass ich was falsch mache, wenn ich "nur" barfe. Als ich mich eingelesen habe in vegane Ernährung, fiel mir das total leicht - Welche Pflanze enthält was? Welches Gemüse sollte ich essen? Und so weiter.
    Jetzt, wo ich schauen muss welches Körperteil/Organ meine Katzen am besten fressen sollten, fällt mir das total schwer.

    Bisher füttere 20 % Barf und eben hochwertiges Katzenfutter. Ich habe die Hoffnung damit zumindest ein bisschen was gut zu machen, auch wenn ich doch irgendwie am Rattenschwanz der Fleischindustrie beteiligt bin...

    Außerdem geht es hier um die Gesundheit meiner Tiere. Sie konnten sich nicht aussuchen wohin sie kommen. Ich habe mich für Katzen entschieden und somit die volle Verantwortung, auch wenn es um die Ernährung geht. Und ich versuche sie so natürlich zu ernähren wie es mir möglich ist.
    Meine vier Notfellchen werden es mir danken. :)

    Liebe Grüße,
    Linda mit den Miezis Janosch, Carla, Richie und Anton! :)

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    1. Ich habe auch noch sehr viel Respekt vorm Barfen, weil das ja echt komplex ist. Fürs Erste habe ich mich schon ein wenig bei dubarfst.eu eingelesen, ich habe viele verschiedene Fleischsorten bestellt, auch Innereien und etwas mit Knochen, zum kauen, ich hoffe damit ist erstmal alles wichtige abgedeckt. Damit ich beim supplementieren keinen Fehler mache kaufe ich mir erstmal einen Fertig Mix, wo alles wichtige drin ist, das wurde bei Zooplus auch ganz gut bewertet. Ist ja auch so´n bisschen learning by doing, wobei nur wichtig ist, dass man nicht total Ahnungslos an die Sache herangeht, aber ich denke das Allerwichtigste weiß ich inzwischen schon...

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    2. Es ist wirklich sehr wichtig sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und gerade wenn BARF den Hauptteil der Mahlzeiten ausmacht zu supplementieren. Das dubarfst-Forum finde ich diesbezüglich sehr gut.

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  11. Wirklich gut beschrieben :-) Wenn ich sowas lese, wird mir nur wieder klar, wie sehr einen Fleisch (und andere Tier(leid)produkte aber auch) anwidert
    /anwidern. Wie seltsam, dass es für andere Leute normal ist, tote Tiere zu zerschneiden (und zu essen).

    Ich kann dein Dilemma voll und ganz verstehen: Stellt man jetzt die Katze über die Tiere, die für das Futter sterben oder eben diese über die Katze? Einfach nur an das "eigene" Haustier zu denken, wie es wohl für die meisten Nichtveganer normal ist, ist da nun auch nicht moralischer, als seine Katze pflanzlich zu ernähren. Schade, dass die meisten Leute diese Gründe für pflanzliche Tierernährung und das Dilemma nicht verstehen. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich für pflanzliche Katzenernährung bin, aber ich finde einfach, dass beides Tierquälerei ist. Ich finde Biofleisch da aber noch die beste Lösung. Schwieriges Thema.
    Liebe Grüße, Frau Schäfchen ;)

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    1. "Stellt man jetzt die Katze über die Tiere, die für das Futter sterben oder eben diese über die Katze?"

      Das ist genau die Frage die ich mir selber nicht beantworten kann und so schwierig finde :-(

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    2. Es ist einfach beides nicht richtig, aber man muss sich entscheiden, wenn man ein fleischfressendes Tier hat ... "Dilemma" trifft es genau.

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  12. An dieser Stelle erstmal *Daumen hoch* für die Entscheidung, das Tier artgerecht zu ernähren. Du kannst entscheiden was du ist, dein Haustier meist nicht und so zwingen viele Veganer ihre Haustiere entgegen deren natürlichem Bedürfniss und deren Physiologie ebenfalls vegan zu speisen, schön, dass du das nicht machst.

    Wenn du noch ein bischen googlest wirst du auch noch Möglichkeiten finden, wie du das Fleisch mit anderen Zutaten strecken kannst und was du noch füttern kannst, denn auch katzen fressen nicht nur Fleisch - zu einer ausgewogenen Ernährung gehört mehr ;-)
    Ist wie bei Hunden: Die brauchen zwar Fleisch, aber (auch wenn es nicht viele wissen) fast noch mehr Gemüse und auch Getreideprodukte.

    Also: Viel Erfolg beim BARFEN deine Katze wirds dir mit einem langen Leben danken :)

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