Samstag, 11. Juni 2011

Buchreview: The Vegan Revolution – With Zombies

The Vegan Revolution – With Zombies von David Agranoff (englisch)

Warum mich dieses Buch angesprochen hat, muss ich wohl kaum erläutern. 2 meiner Lieblingsthemen, Veganismus und Zombies, in einem Buch vereint? Ich musste es kaufen. Als es dann ankam war ich erstmal ein wenig ernüchtert – nur 154 Seiten und das auch noch bei nicht gerade kleiner Schrift? Nun ja, ich habe einfach zu lesen angefangen und hatte das Buch auch innerhalb von einem Tag durch – liegt zum einen natürlich am Umfang des Buches, aber auch daran, dass ich es ziemlich unterhaltsam fand. Es ist kein literarisches Meisterwerk, aber doch ganz nett geschrieben und sehr kurzweilig. Für Veganer und Zombiefans kann ich es jedenfalls empfehlen.IMG_5105

Presenting Stress Free Food! Animal suffering is a thing of the past. Hipsters can now enjoy bacon without guilt. Thanks to a new miracle drug the cute little pig no longer feels a thing as she is led to the slaughter. The only problem? Once the drug enters the food supply anyone who eats it is infected. From fast food burgers to free-range organic eggs, eating animal products turns people into shambling brain-dead zombies - not even vegetarians are safe! In Portland, Oregon, vegans, freegans, abolitionists, hardliners and raw fooders have holed up in Food Fight, one of the country's premier vegan grocery stores at the vegan mini-mall. There they must prepare for their final battle to take back the city from the hordes of roaming undead. Will vegans filet the flesh-eaters or will they become zombie chow? When there's no more meat in hell, the vegans will walk the earth.

Das Buch verbindet Realität und Fantasie ganz gut miteinander – die Fleischindustrie hat sich etwas ganz tolles, neues einfallen lassen um ihre Konsumenten glücklich zu machen: Stress-freies Fleisch ;) Die Tierchen bekommen einfach ein paar Drogen gespritzt und zack – schon fühlen sie keine Angst und keinen Schmerz mehr. Klingt super oder? Sieht auch Ethikprofessor Peter Sanger (Na, auf wen wird hier wohl angespielt?^^) so und erklärt live in einer Fernsehshow, dass er Stress-freie Eier natürlich essen werde. Leider hat die Droge auch so ihre Nachteile – alle Konsumenten dieser tierischen Produkte werden langfristig zu Zombies und nur die Veganer überleben. Das ist so in etwa die Rahmenhandlung des Buches. Dani, die Hauptperson, ist Neuveganerin und Autorin in einem Verlag, der Klassiker wie Krieg und Frieden umschreibt und Zombies in die Handlung mit einbaut – dabei mag Dani eigentlich überhaupt keine Zombies ;) Viel mehr von der Handlung will ich gar nicht erzählen, nur noch ein wenig Senf zu den Sachen, die mir besonders gut gefallen haben bzw. die ich eher doof fand ;)

Sehr gut haben mir die Anspielungen auf Peter Singer gefallen, außerdem wird PETA ein wenig kritisiert „We at PETA believe that we can reduce the suffering by rounding up the zombies and painlessly putting them to death with gas.“ - „Like all the puppies you killed in your shelter.“

Und auch auf verschiedene vegane Stereotypen wird eingegangen – so ist beispielsweise kaum Überzeugungskraft nötig um die Straight Edgers zum Zombiekillen zu animieren – wohingegen die Licht und Liebe Veganer dafür sind, die Sache mit den Zombies friedlich auszudiskutieren. Für Leute, die selber in der Veganer „Szene“ sind ist das ziemlich unterhaltsam zu lesen.

Ich finde es auch allgemein ziemlich gut, dass hier und da immer wieder auf erste Themen, die den Veganismus und Tierrechte betreffen, angesprochen wird, dann allerdings immer so verpackt, dass man trotzdem nicht das Gefühl hat, gerade ein Sachbuch zu lesen.

Schade fand ich wirklich die Knappheit des Buches. Auf diesen gut 150 Seiten passiert wirklich einiges an Handlung und oft hatte ich das Gefühl, dass man die ganze Handlung locker auf ~300 Seiten hätte ausdehnen können, ohne das es langweilig geworden wäre. Die Zombies sind z.B. selten dämlich und damit ist dieses Problemchen auch scheinbar zu einfach zu beseitigen, ich finde da hätte man noch viel mehr erzählen und aus der Story rausholen können. Allgemein werden viele Sachen für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt – ich hätte jedenfalls gerne länger an dem Buch zu lesen gehabt ;)

Alles in allem hat mir das Buch ziemlich gut gefallen, und ich bereue den Kauf absolut nicht. Inwieweit das Buch auch für Leute interessant ist, die wirklich gar nichts mit Veganismus am Hut haben, kann ich schwer einschätzen, ich denke aber für so jemanden ist es wesentlich weniger interessant, es sei denn es handelt sich um einen Zombiefan, der alles lesen will, was mit Zombies zu tun hat. Für Veganer/Vegetarier kann ich es auf jeden Fall nur empfehlen ;)

Kommentare:

  1. Klingt lustig, aber wieso lassen sich gerade die Edger leicht zum Killen überreden? Versteh ich nicht :D
    Argh, mein Freund (der auch total auf Zombies steht^^) hat mir mal ein lustiges Video geschickt, das heißt auch vegan zombies, aber ich find das nicht mehr....

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  2. Naja ich habs so verstanden, dass sie damit ein paar typische Klischeegruppen der Veganer darstellen wollen...Und mit den Straight Edgern meinten sie vermutlich diejenigen, die auch in der Hardcoreszene sind, aus der sich SXE entwickelt hat, also so musikalisch gesehen ;) Für Außenstehende sind das ja voll die harten Kerle, mit Tattoos und harter Musik und so :D Vermutlich wirken sie dann auf Außenstehende aggressiver als irgendwelche Normalos :D Ich denk, so ist das in etwa gemeint. Das Buch zieht die Veganer Szene selbst halt auch an manchen Stellen leicht durch den Kakao ;)

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  3. Das Buch werde ich meinem Freund schenken, der steht total auf Zombies. Ich ja überhaupt nicht, ich bin seit meiner Grundschulzeit von Vampiren fasziniert, den kleinen Vampir habe ich allerdings erst mit 17 durch die Fernsehserie kennen gelernt. Diese Twilight Filme haben mich irgendwie nie interessiert, ich stehe mehr so auf den "alten Typus" des Vampyrs. Aber das Buch klingt schon interessant. Nach dem jetzt eine genmanipulierte Kuh Muttermilch ähnliche Milch geben soll, würde es mich nicht wundern, wenn versucht würde den Tieren das Schmerzempfinden weg zu züchten, damit sich niemand mehr beschweren kann, wie leidensfährige Lebewesen behandelt werden. Ich will gar nicht wissen, an was die alles rumexperimentieren.

    http://www.fr-online.de/wissenschaft/genmanipulierte-klon-kuh-soll-muttermilch-geben/-/1472788/8547048/-/

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  4. Hallo =)
    Ich wollte dir nur mal eben ein Kompliment für deinen Blog machen. Lese hier sehr gerne und war bisher selbst ganz still, weil ich mich nicht so recht traute etwas zu schreiben.
    Aber heute habe ich selbst das erste Mal gebloggt und dachte mir, dass es jetzt auch an der Zeit wäre selbst zu kommentieren.
    Das Buch hört sich schon recht interessant an.

    o.-
    Yuki

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