Sonntag, 13. Februar 2011

Warum ich meine Katzen nicht vegan ernähre…


Ich denke es wird Zeit, dass ich dieses Thema mal in einem Blogpost behandle, da mir diese Frage schon sehr oft über Youtube, Facebook etc. gestellt wurde. Wenn die Frage in Zukunft wieder auftaucht, kann ich auf diesen Blogpost verweisen und vielleicht ist es ja auch so für den einen oder anderen Leser interessant.

Ich habe mich dazu entschieden, diesen Text auf meinem privaten Blog zu veröffentlichen, da es auf Veganes Nom ja überwiegend eher um veganes Essen geht und dies hier eben auch nur meine persönlichen Gründe sind, wieso ich meine Katzen nicht vegan ernähre, daher dachte ich, hierhin passt es besser, da ich auf Veganes Nom vielleicht sonst den Eindruck erweckt hätte, das wäre die Meinung beider Autorinnen. Es kann natürlich auch sein, dass Erbse mir in einigen Punkten zustimmen wird, ich vermute es sogar, aber vielleicht will sie ja auch selber nochmal etwas zu dem Thema schreiben und von daher will ich ihr da keine Worte in den Mund legen :D Außerdem geht es hier auf meinem privaten Blog ja sowieso öfters mal um meine Katzen (wenn auch meistens in Form von Fotos) und daher finde ich, es passt hier. Natürlich werde ich den Beitrag aber auch auf Veganes Nom verlinken. So, genug um dem heißen Brei herumgeredet. Fangen wir an ;)

Zunächst einmal will ich sagen, dass ich vegane Katzenernährung nicht grundsätzlich ablehne. Ich kann voll und ganz nachvollziehen, warum man seine Katzen aus ethischen Gesichtspunkten vegan ernähren will, wenn man selber vegan oder vegetarisch lebt und die Vorstellung, dass Tiere für einen sterben einfach schrecklich und moralisch falsch findet. Das geht mir ebenso und genauso wenig findet man dann natürlich den Gedanken toll, dass Tiere für meine Tiere sterben.

Ich kann es also gut verstehen, wenn man seine Katzen vegan oder vegetarisch ernährt, habe mich aber aus folgenden Gründen dagegen entschieden.

1. Das offensichtliche: Der Preis. Gute, nicht vegane Katzenernährung ist schon teuer. Ich füttere seit einigen Monaten Bozita, was ihr z.B. bei ZOOPLUS erwerben könnt. Das hat einen sehr hohen Fleischanteil, d.h. es ist viel weniger Mist enthalten als im Billo Futter von Aldi oder so, außerdem natürlich kein Zucker oder sonstiger Scheiß. Außerdem ist die Gesetzeslage in Schweden ganz anders. Zum einen darf auch einfach viel weniger Scheiß ins Futter, zum anderen werden die Tiere, aus denen das Futter hergestellt wird auch anders gehalten und z.B. nicht mit Antibiotika gefüttert. Dazu möchte ich euch gerne ein Zitat einfügen, was ich auf einer Seite über schwedisches Hundefutter gefunden habe:

      Im Gegensatz zu Deutschland unterliegt die Tierfutterherstellung in Schweden den dortigen Lebensmittelgesetzen, die wahrscheinlich die schärfsten ihrer Art weltweit sind.
      Das heißt, dass alle Futterzutaten auch für den menschlichen Verzehr zugelassen sein müssen. Dieses beginnt bereits in der Schlachttierhaltung.
      Das schwedische Lebensmittelgesetz gilt also nicht nur für Hundefutter, sondern auch für Futtermischungen, die die Kühe erhalten. […]
      Die Verarbeitung von Tierabfällen, kranken Tieren oder Tieren die mit Hormonen oder Antibiotika behandelt wurden, ist in Schweden verboten.
      Zu guter Letzt muß auch noch das schwedische Tierschutzgesetz erwähnt werden, da die Haltungsbediungungen der Kühe nicht nur für diese Tiere positiv sind, sondern sich auch auf deren Gesundheit und damit indirekt auf die Qualität des Futters auswirken. In Schweden ist für Kühe Weidegang gesetzlich vorgeschrieben. D. h., sie dürfen nicht ausschliesslich im Stall gehalten werden. Im Stall ist es vorgeschrieben, daß die Kuh auf Stroh steht. Kahle Betonböden sind im Stall verboten. QUELLE

Natürlich werden die Tiere auch dort immer noch geschlachtet, aber es erscheint mir doch als das deutlich kleinere Übel. Auch bin ich davon überzeugt, dass dieses Futter meinen Katzen gesundheitlich gut tut, im Gegensatz zu fast allem, was man hier auf dem deutschen Markt sonst so kaufen kann. Zurück zum Preis. Im Sparpack kostet eine solche Tetrapackung Futter knapp unter 1 €. 1 € jeden Tag + ein bisschen Geld für etwas Katzenmilch & Trockenfutter als Leckerlie (nicht in normalen Mengen und wirklich nur selten) macht ca. 30 € pro Monat. Meine Katzen kommen mit einer Packung pro Tag gut aus, weil der Fleischanteil wirklich hoch ist brauchen sie von solchem Futter auch einfach weniger.

Veganes Katzenfutter aus der Dose (gibt es leider nicht im umweltfreundlicheren Tetrapack so wie Bozita, soweit ich weiß) kostet bei uns im Laden 2,50. Davon bräuchte ich auch eine Dose pro Tag. Das wären dann monatlich etwa 75 €. Das ist mir einfach zu viel. Ich bin nur Studentin und klar könnte man jetzt sagen, dann kauf dir doch einfach mal weniger Klamotten und Make-Up, dann passt das schon. Klar, wenn ich wirklich wollte und wenn meine Katzen z.B. krankheitsbedingt nur dieses Futter vertragen würden, dann könnten wir das Geld sicher aufbringen, aber das sind ja nicht die einzigen Gründe, wieso ich von veganer Katzenernährung absehe. Dazu gleich mehr. Veganes Trockenfutter für Katzen ist auch teuer, aber im Vergleich glaube ich doch günstiger. Doch auch das ist für mich keine Option. Ich halte gar nichts davon Katzen viel Trofu zu geben. Die Vorfahren der Katze waren Wüstentiere, d.h. der Körper der Katze ist darauf ausgelegt, die meiste Flüssigkeit die er braucht aus der festen Nahrung zu ziehen, z.B. Mäuse. Wenn Katzen nun überwiegend Trofu erhalten, kann es passieren, dass sie viel zu wenig trinken. Denn das entspricht nunmal einfach nicht ihrer Natur. Klar, viele Katzen trinken genug, aber manche eben auch nicht und wie will ich das bei 3 Katzen kontrollieren? Meine Katzen scheuern das Wasser auch manchmal einfach so aus den Näpfen weil sie spaß daran haben und ich kann nicht 24/7 daneben stehen und schauen, wer wie viel trinkt. Wenn Katzen oft zu wenig trinken, können sie davon z.B. Nierenschäden bekommen. Das möchte ich sicher nicht verantworten, also gebe ich meinen Katzen Trofu nur noch selten mal als Leckerli. Sicher nicht jeden Tag und auch nur in ganz kleinen Mengen. Veganes Trofu scheidet also auch aus, nicht nur wegen dem Preis, sondern auch einfach weil es eben Trofu ist.

2. Das wird jetzt so ein Pseudo Argument, weil es für mich persönlich zwar eine Rolle spielt, aber es ist nicht hinreichend. Sprich, wenn alle anderen Gründe, meine Katzen nicht vegan zu ernähren, nicht gegeben wären, dann würde mir dieses Argument auch nicht mehr im Weg stehen, weil es nicht soo wichtig ist.

Veganes Futter selber herstellen: Kann man mit Sicherheit machen! Aber: Man braucht mit Sicherheit auch viel Wissen um sicher zu gehen, dass die Katzen dann dadurch auch alle Stoffe bekommen, die sie brauchen. Es darf kein wichtiger Stoff fehlen und das Verhältnis muss stimmen. Auch das kann man sicherlich lernen, wenn man sich Mühe gibt, wobei ich da sicher immer Angst hätte, was falsch zu machen. Aber dazu kommt noch, dass mir das einfach auch zu aufwändig wäre. Ich studiere ja und habe einen kleinen Nebenjob und auch noch Freunde und Hobbies. Katzen machen sowieso schon viel Arbeit. Sie machen seeehr viel Dreck (also jedenfalls meine kleinen Schweinchen^^) und das reicht mir schon voll und ganz. Ich liebe meine Katzen sehr, aber ich will meine Zeit lieber damit verbringen, mit ihnen zu spielen und zu schmusen und weniger damit, ihnen hinterher zu putzen und auch noch ihr Essen zusammen zu mixen. Wie gesagt, wenn ansonsten in meinen Augen nichts gegen vegane Katzenernährung spräche, dann würde ich das in Kauf nehmen, aber so eben nicht.

Der 3. Punkt ist eher eine Antwort auf ein Argument, was oft für die vegane Katzenernährung gebracht wird, als ein eigenständiges Argument. Es wird oft argumentiert, dass es ja unnatürlich ist, dass Katzen Kühe essen. Stimmt. Das wird eine Katze in Freiheit wohl nie tun. Für mich ist das aber kein Grund, denn zum einen, wenn die Katze nicht von mir mit Kuh etc. gefüttert würde, müsste sie ja draußen jagen. Ratten, Mäuse, Vögel. Ob diese Tiere jetzt, ethisch gesehen, für meine Katze sterben, oder eine Kuh, macht keinen Unterschied, weil ich nicht finde, dass eine Maus weniger wert ist, als eine Kuh oder so. Und auch, wenn das jetzt vielleicht doof klingt, aber von einer Kuh kann eine Katze sicher 1000x länger satt werden als von einer Maus. Es müssen also weniger Tiere sterben um die Katze eine gewisse Zeit lang zu ernähren. Natürlich wurde die Maus vorher nicht in Massentierhaltung gehalten, aber dadurch hat sie den Tod ja nicht mehr verdient und ob die Tötungsmethoden einer Katze jetzt so viel weniger grausam sind, als die in Massentierhaltung (obwohl ersteres selbstverständlich natürlich ist und nicht der menschlichen Grausamkeit entspringt) wage ich eher zu bezweifeln.

Für mich ist also auch das kein Grund, die unvegane Katzenernährung abzulehnen. Sicher ist es nicht natürlich, dass Katzen Kühe essen, aber was ist denn heute schon noch natürlich? Katzen zuhause in der Wohnung zu halten und Hunde an die Leine zu legen sicherlich auch nicht. Und Katzen vegan zu ernähren ist ebenso unnatürlich. Natürlichkeit muss ja nicht immer etwas gutes und Unnatürlichkeit muss nicht immer etwas schlechtes sein! Überhaupt Tiere zu halten war ja wohl von der Evolution nicht direkt vorgesehen, sondern der Mensch hat sich einfach so entwickelt und die Tiere auch dementsprechend domestiziert. Auch das ist nicht natürlich. Wenn man danach geht, darf man also gar keine Tiere halten, jedoch ist die Welt bereits von domestizierten Haustieren überschwemmt und die jetzt deswegen alle ins Tierheim zu geben oder gar zu töten ist ja auch keine Lösung, oder?

Kommen wir zu Punkt 4. der mir am aller, aller wichtigsten ist. Veganer sind ja überwiegend davon überzeugt, dass Tiere auch Rechte haben sollten. Natürlich findet man es dann nicht gut, wenn Tiere in Massentierhaltung leiden und sterben. Aber spricht man den Tieren dann nicht auch auf anderer Ebene etwas Autonomie zu? Ich jedenfalls tue das, ich sehe meine Katzen schon irgendwie als eigenständige Persönlichkeiten an, die gewisse Grundrechte haben sollten, meiner Meinung nach. Was glaubt ihr denn, was eure Katze wählen würde, wenn ihr sie zwischen veganer und unveganer Katzennahrung entscheiden lasst? Katzen sind von Natur aus Carnivoren, ihr ganzer Körper ist darauf ausgelegt, Fleisch zu kriegen, ihre Sinne und Instinkte sagen ihnen, dass Fleisch das Beste für sie ist. Wenn ich meine Katze jetzt zwingen würde, vegan zu essen, würde ich ihr dann nicht ihre Autonomie rauben, sie bevormunden in einer Weise wie ich sie als Veganerin eigentlich ablehne? Ich empfinde das zumindest so. Meine Katzen wollen Fleisch essen und es liegt in ihrer Natur NUR Fleisch zu essen, sie sind keine Allesfresser so wie wir, die wir Fleisch auch mal weglassen können ohne dass wir völlig gegen unsere Natur handeln. Wieso sollte ich das Recht haben, meinen Katzen so etwas vorzuschreiben? Nur weil ICH es so empfinde, dass Tiere essen moralisch falsch ist, kann ich doch auch keinen anderen Menschen dazu zwingen, sich vegetarisch zu ernähren. Ich bin nur ich und kein anderer Mensch und ich bin auch nicht meine Katzen. Egal, wie richtig mir das vorkäme, wenn niemand mehr Fleisch essen dürfte. Ich habe nicht das Recht und nicht die Macht dazu und genau um diese Macht geht es auch.

Natürlich habe ich in gewisser Weise Macht über meine Katzen. Ich habe die Macht, sie in eine Tasche zu stecken und mit ihnen zum Tierarzt zu fahren, wenn sie krank sind. Das wollen sie auch nicht, aber es ist zu ihrem Besten, deswegen empfinde ich das persönlich nicht als Machtmissbrauch. Ich hätte auch die Macht meine Katzen zu schlagen oder sie zu töten. Das wäre eindeutig Machtmissbrauch und zudem grausam. Aber Katzen dazu zu zwingen, sich völlig wider ihrer Natur zu ernähren, ist für mich auch eine Art Machtmissbrauch. Natürlich nicht so sehr, wie sie zu töten, aber irgendwie doch schon. Bei Menschen habe ich diese Macht ja auch nicht. Gut, deren Essen bezahle ich ja im Normalfall auch nicht und fördere dadurch nicht durch mein Geld den Konsum von Fleisch, wie ich es irgendwo natürlich tue, wenn ich meinen Katzen ihr Bozita kaufe. Aber was wäre denn, wenn ich Kinder hätte? Ich persönlich würde meine Kinder zumindest vegetarisch, wenn nicht gar vegan ernähren, würde ihnen nie Fleisch kochen, aber hätte ich das Recht, ihnen zu verbieten, sich von ihrem Taschengeld einen Burger bei Mecces zu kaufen? Abgesehen davon, dass man das ab einem gewissen Alter ja gar nicht mehr kontrollieren kann. Hätte ich das Recht meinem Kind zu verbieten auf einem Kindergeburtstag eines Freundes wie alle anderen Würstchen zu essen? Auch wenn ich es dann natürlich so empfinden würde, dass mein Kind etwas moralisch falsches tut, verbieten kann ich es ihm doch nicht. Irgendwann tut es, was es will und ich kann dann nur hoffen, dass meine Erziehung einen Vegetarier/Veganer aus Überzeugung aus ihm gemacht hat, aber ich kann es nicht kontrollieren.

Und genauso sehe ich das bei Katzen auch. Die könnte ich zwar kontrollieren, weil ich die Macht dazu habe, aber das würde ich auch als moralisch falsch empfinden. Ich will meine Katzen nicht mehr als nötig bevormunden, weil sie in meinen Augen auch Rechte haben und eigenständige Persönlichkeiten sind.

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Katze mit Spielzeug ärgern – Eine akzeptable Form des Machtmissbrauchs :D

Ich hoffe, ich habe mich in diesem Text jetzt nicht zu wirr ausgedrückt und konnte mich einigermaßen verständlich machen. Nochmals: Ich verurteile natürlich niemanden, der seine Katzen vegan ernährt! (Solange er weiß, was er tut, denn die Gesundheit der Katze sollte dadurch natürlich nicht aufs Spiel gesetzt werden) Nur für mich ist es eben aus den oben genannten Gründen nichts und deswegen habe ich mich dagegen entschieden.

Wie seht ihr das ganze? Wie haltet ihr das? Ich freue mich über andere Meinungen und Diskussionen ;)

signatur

Anmerkung: Dazu, wie gesund veganes Katzenfutter ist, oder eben auch nicht, habe ich mich gar nicht ausgelassen, weil ich dazu auch einfach zu wenig weiß. Die liebe Ricarda kennt sich damit aber aus und wird dazu auch noch einen Blogpost verfassen. Hier findet ihr schonmal Infos über pflanzliche Nebenerzeugnisse und mehr. Finde ich auch schonmal sehr aufschlussreich! KLICK und KLICK

Kommentare:

  1. Ich kann bei dem Thema eigentlich kaum mitreden, da ich keine Katzenhalterin (und auch keine Vegetarierin/Veganerin) bin, aber ich möchte trotzdem meinen Senf dazu geben ;)
    Von veganer Ernährung bei Haustieren (egal, ob jetzt Katze oder Hund etc.) halte ich persönlich gar nichts.
    Wie du bereits erwähnt hast, muss man dann wirklich über ausreichend Wissen verfügen, um das Tier noch mit ausreichend lebenswichtigen Stoffen versorgen zu können. Außerdem sind diese Tiere in der Natur eben auch keine "Veganer", so dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass es ihnen auf Dauer gut tut. Ich finde, man kann seinem Tier seine eigene Lebenweise nicht "aufzwingen", auch wenn es moralisch sicherlich etwas schwierig ist. Das finde ich letztlich dann aber egoistisch.

    Liebe Grüße
    Isabel

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  2. ne hast du nicht und ich stimme dir in allen punkten zu. vegan zu leben ist eine entscheidungsfrage. so wie wir unsere umwelt, nicht zwingen können vegetarisch oder vegan zu leben, so sollten wir das auch bei den tieren akzeptieren. es sind immernoch raubtieren, wenn man sie draußen lässt sie automatisch jagen, das sehe ich an vielen katzen in meiner umgebung. meine nachbarskatze hat mir sogar mal ein geschenk gebracht, ein halbtoter vogel. ein flügel war schon ganz weg und wir mussten ihn leider erschlagen. wenn man teilweise veganes futter bei gibt, ist das auch ok. ich würde noch den punkt einbauen das ich mir denke, dass nicht jede katze gleich auf das futter reagiert. ich selber leide an nahrungsmittelunverträglichkeiten was mir zum teil starke bauchschmerzen macht. ich würde mir es als schlimm vorstellen, wenn ich mein haustier quälen würde nur weil ich jetzt so eine lebensweise eingeschlagen habe.

    ach übrigens, meine erste vegane woche startet morgen. ich will jeden tag ein bißchen aus meinem erfahrungsschatz berichten. bin schon gespannt

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  3. Ich füttere meine Katze mittlerweile Halbvegan, sie bekommt AMI Cat als Trockenfutter, da sie das als einziges veganes Katzenfutter verträgt (im Übrigen auch fast als einziges Trockenfutter), alles andere wandert genau so wieder raus wie es reingekommen ist oder sie bekommt sofort üblen Durchfall, anderes wird schlicht und ergreifend nicht angenommen.
    Wieso ich es dann nicht bei AMI Cat belasse? Ich habe mich längere Zeit damit beschäftigt, zum einen ist reines TroFu nicht gut, das wäre eine Sache, auf der anderen Seite braucht man nur mal Tante google anschmeißen und man stößt auf massenweise Berichte darüber, dass bei den Katzen nach der reinen Fütterung von AMI Cat Blut nach nicht langer im Urin war. Das kann und darf ich meiner Katze nicht antun, ich trage immerhin für sie Verantwortung.
    Deswegen habe ich diverse BIO-Futtersorten durchprobiert. Von Bozita bekommt meine Katze Durchfall, bevor sie Hermann's frisst verhungert sie lieber, Defu guckt sie mit dem Hintern nicht an und rotes Fleisch frisst sie sowieso partout nicht. Mittlerweile bekommt sie täglich zwei Beutel Almo BIO oder 1 Schale Yarrah BIO, als Leckerlie frisst sie am Liebsten die Heirler wie Lyoner mit Gemüse oder ein Stückchen Chorizo (ernsthaft).
    Um selbst Katzenfutter herzustellen fehlt mir schlicht und ergreifend das Wissen; ich weiß noch nichtmal bei mir selbst wieviel von was ich essen sollte um alle meine Bedürfnisse zu decken, ich traue mir einfach nicht zu da an meiner Katze rumzuexperimentieren.
    Für mich ist die Situation zudem nochmal eine besondere: ich habe für mich selbst noch nie Fleisch gekauft. Insofern war und ist das für mich noch immer jedes Mal ein Gewissenskonflikt; ich achte bei mir selbst auf jeden Müll, also ob die Milchsäurebakterien im Yofu auch vegan gezüchtet waren, dass auf Jeans hinten keine Lederapplikationen drauf sind, etc.pp. Nur für meine Katze mache ich einen Unterschied.
    Nun höre ich ganz oft, dass ich mir dann einfach keine Katze hätte anschaffen sollen oder sie ganz einfach weggeben solle. Dass da aber schon ein ganz anderes Bild eines Mensch-Tier-Verhältnisses und einer Mensch-Tier-Beziehung dahintersteht erklärt sich selbstredend. Ich gebe meine Katze nicht einfach weg wie ein paar ausgelatschte Schuhe, nur weil sie meinem "Stil" nicht mehr entspricht. Zudem würde es keinen Unterschied machen, ob sie im Tierheim Fleisch vorgesetzt bekäme oder bei mir, rein rechnerisch. Da ich mir die Katze nicht angeschafft habe, sondern sie sich mich trifft das erste Argument aber auch nicht zu, ehrlich gesagt hätte ich mir aber auch keine geholt, wenn da nicht besondere Umstände dazwischen gekommen wären.
    Im Moment tröste ich mich ein bisschen damit, dass sie lediglich "Fleischabfall" bekommt, also das was beim Schlachten sowieso abfällt und hoffe auf die Entwicklung von Retortenfleisch.
    Glücklich bin ich mit der ganzen Geschichte nicht, ich sehe aus diesem Dilemma aber auch keinen Ausweg.

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  4. ich hab ne ähnliche Einstellung zu veganer Katzenernährung, und finde deine Argumente vollkommen nachvollziehbar.
    aber die verpackung ist kein gegenargument, da gibts so tolle würste: http://www.veganlife.lu/produktkategorien.php?cat=130&sk=I44AG33TQT44QQQG33MJUWR44VAQGEX55BEBSHZE66UPIBMQXD&lang=DE

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  5. @tisi: ich finde es gut, so wie du es handhabst, ich würde meine katzen auch niemals deswegen abgeben. unsere katzen haben sich uns auch eher ausgesucht als andersherum und ob ne katze bei mir frisst oder im tierheim ist wirklich total egal, da haste recht!

    @mausflaus: stimmt, schnurr hatten meine auch schon einmal, fanden sie lecker. die verpackung ist wirklich gut so, sehr umweltfreundlich :) aber das ist ja leider noch vieeeel teurer als das angesprochene dosenfutter. ne dose enthält ja etwa 400 gramm. wenn man nur sowas füttert wirds echt astronomisch.

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  6. ich finde deine meinung zu dem thema wirklich gut durchdacht und auch irgendwo richtig
    Ich habe vegane Bekannte,die sagen sie würden ihre Tiere vegan ernähren,eben weil es das beste für sie wäre und eben diese Einstellung finde ich falsch,im großen und ganzen eben aus den gründen die du genannt hast,wegen Flüssigkeit aufnahme etc.
    Dein letztes Argument finde ich daher sehr greifend und sehr wichtig,so geht es mir nämlich auch.Ich akzeptiere Menschen und Tiere in meinem Umfeld,wie sie sind und möchte ihnen nichts vorschreiben,da wäre es nur unrecht meine Haustiere wider ihre Natur umzustrukturieren und aus Unwissen womöglich enormen Schaden anzurichten.
    Liebe Grüße!
    Solche Einträge finde ich sehr spannend!

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  7. In einer Zeitschrift aus nem Bioladen haben sie mal verglichen ob man Hunden und Katzen eine komplett vegetarische oder vegane Ernährung anerziehen könnte. Bei Hunden ist das möglich. Mein Hund liebt frische Möhren über alles und gekochte Kartoffeln und Bananen da ist die voll heiß drauf aber: brauchen Katzen nicht Fleisch? Wildkatzen essen ja auch kein Gras und Löwen erstrecht nicht. Katzen sind ja wenn man so will kleine Löwen.
    Aber vielleicht verstehe ich es als "Fleischesser" auch einfach nicht

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  8. Ich stimme dir in fast allen Punkten zu - um diesen langen Artikel jetzt mal extrem kurz zu bewerten :D

    Und ich wollte mich noch kurz für die Empfehlung des Bozita-Futters bedanken, ich wusste vorher wirklich nicht was für einen riesigen Unterscheid es macht, ob das Futter in Deutschland oder Schweden hergestellt wird.
    Ich hab mir direkt eine Ladung davon bestellt, und was soll ich sagen: meine Katze LIEBT es, und mein Gewissen ist zumindest etwas beruhigt.

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  9. @MhhhKathi oh schön, dass Bozita ein guter Tipp für dich war und das deine Katze es auch mag und verträgt. Meine Katzen fressen zwar wirklich alles, aber man merkt schon, dass sie Bozita besonders lecker finden und seitdem sie das kriegen, hatten sie auch keinen Durchfall mehr, vorher kam das hin und wieder mal vor...

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  10. Dein Punkt 4 ist genau mein Grund, warum meine Katzen nicht vegan ernährt werden!!
    Der eine Kater frisst zwar auch gern mal n Stück Paprika... oder sagen wir: er frisst ALLES von Paprika über Marmeladenbrot bis hin zu Kiwi... aber trotzdem ist und bleibt er nunmal ein Fleischfresser...
    (Bitte nicht falsch verstehen, er verdrückt natürlich kein ganzes Marmeladenbrot, das würd ich ihm niemals geben, aber er ist neugierig auf alles und da durfte er auch das mal probieren ;))

    Auf jeden Fall ein schöner Artikel, der zum Großteil auch meiner Einstellung entspricht :)

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  11. @kamikaze herz: danke :) ich kenn das sehr gut, meine katzen fressen auch ALLES, wenn sie denn können. sie versuchen auch ständig brot, salat, joghurt, chips, eis usw zu klauen :D aber natürlich kriegen sie das nicht absichtlich...nur wenn sie mich überfallen. und oft genug wurde nach so einem raubüberfall dann auch alles schön wieder ausgekotzt weil es für ihre verdauung eben nicht geeignet ist^^ fleischfresser bleibt halt eben fleischfresser...

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  12. @Tisi

    Unser Kater liebt als Leckerli die Paprika Tofuwurst Papillion von Taifun. Die liebt er, hat er auch schon versucht mir vom Brot zu klauen.

    Ansonsten bekommt er als Trockenfutter Amicat und morgens und Abends Nassfutter mit Fleisch. Ich hatte auch bedenken ihn rein vegan zu ernähren, mein Freund war dafür, aber da unser Kater das vegane Feuchtfutter verschmäht, hat es sich ohnehin erledigt. Ab und an kommt er mit einer Maus oder einem Vogel an, die er fast komplett auffrisst. Die Überreste liegen dann irgendwo im Haus rum.

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  13. Seine Katze vegan zu ernaehren waere auch unvorstellbar unverantwortlich. Das Verdauungssystem von Katzen ist anders als das vom Menschen, sehr anders und daher darf man nicht davon ausgehen, dass alles was fuer uns gut ist, auch fuer Katzen gut ist. Es kann fuer sie sogar gefaehrlich werden. Sie sind Karnivoren, d.h. reine Fleischesser und haben einen hohen Bedarf an tierischem Eiweiß. Sie vegan zu ernaehren waere durchweg unnatuerlich und sogar schaedlich. Katzen fehlen gewisse Enzyme, um Kohlenhydrate richtig aufspalten zu koennen, sie koennen sie nicht verwerten und sie werden ausgeschieden, es deckt ihre Beduerfnisse nicht ab. Ebensowenig tun es Ballaststoffe, sie koennen auch zum groeßten Teil nicht verwendet werden. Sie sind tatsaechlich auf tierisches Eiweiß angewiesen, wobei man bedenken sollte, dass Schweinefleisch ein absolutes no-go fuer Miezen ist.

    Wir Menschen sind nicht auf Fleisch angewiesen, koennen darauf verzichten und gut ist, aber Katzen sind darauf angewiesen, es ist rein NATUERLICH und sie nehmen sich nur, was sie brauchen. Das ist ein ganz geregelter, natuerlicher Ablauf der Dinge und sollte von unseren persoenlichen Entscheidungen nicht derart gravierend beeinflusst werden, denn DAS waere unmoralisch... nicht die natuerliche Ernaehrung der Katze.
    (BTW: es ist allgemein von Trockenfutter mit hohem Kohlehydratanteil abzuraten: es ist nur ein billiger, minderwertiger Energielieferant fuer Katzen! Es gibt auch TF ohne KH :) )

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  14. Nachdem ich fast ein Jahr lang recherchiert habe, lebt mein Kater endlich seit knapp 2 Monaten vegan. Er ist krank, daher kann er nicht raus, ansonsten könnte er aber jagen, was ihm vor die Flinte läuft, das wäre dann nämlich Natur. Alles andere, ob vegan, konventionell oder gebarft, hat mit Natur nichts zu tun. Wir haben aber nicht nur eine Verantwortung der Katze gegenüber, sondern auch unserem Planeten und den anderen Tieren, die darauf wohnen. Mein Kater bekommt AmiCat, 80g pro Tag. Davon die Hälfte zum Knuspern als TroFu und - auch wenn das jetzt unglaublich klingt - man kann Trockenfutter mit Wasser mischen, dann wird es nass...so bekommt er die andere Hälfte. Er ist gesund, fitter als vorher und hat vor allem endlich keine Verdauungsprobleme mehr. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich die Aussage "ich will meiner Katze nichts aufzwingen" fassungslos macht. Du zwingst ihr doch automatisch das Essen auf, das du ihr hinstellst, egal was es ist. Sie kann nicht selbst entscheiden. Du aber schon. Mal die 3 Varianten gegenüber gestellt: Konventionelles Futter: ist mit Suplementen angereichert, enthält ansonsten hauptsächlich Müll, manchmal auch Klärschlamm, in jedem Fall Teile von ermordeten Tieren. Barfen: muss mit Suplementen gefüttert werden (das weißt du hoffentlich), enthält keinen Müll, aber in jedem Fall Teile von ermordeten Tieren. Veganes Futter: ist mit Suplementen angereichert, enthält keinen Müll, enthält niemals Teile von ermordeten Tieren. Konventionelles ist also sowieso raus. Bleiben Barfen und Vegan - die Wirkung auf den Organismus unterscheidet sich bei ordentlicher Durchführung nicht, der Preis auch nicht (ich bezahle knapp 20,- pro Monat für Futter, wenn du (hoffentlich) hochwertigstes BioFleisch kaufst, kannst du auf keinen Fall billiger wegkommen). Für die Katze gibt es auch keinen Unterschied, er stürzt sich regelrecht darauf, schmeckt also offensichtlich. Der einzige Unterschied besteht also darin, ob Tiere leiden und qualvoll sterben müssen, damit Muschi und Katerle ihr achsowichtiges Fleisch bekommen, das ihnen weder geschmacklich noch inhaltlich irgendwas bringt, was das vegane Futter nicht könnte. Natürlich wird vegane Katzenernährung im Internet schlecht gemacht, genauso wie vegane Menschenernährung, das wisst ihr doch auch, falls ihr vegan seid?! Also wie immer gilt auch hier, "normal" überwinden (Milch, Eier und Fleisch sind auch normal...), tiefer graben und sich ordentlich informieren. AmiCat ist seit Jahrzehnten auf dem Markt, man findet im Netz relativ leicht Menschen, die ihre Katzen schon ewig vegan ernähren, teilweise über mehrere Katzengenerationen, die kann man anschreiben und sich informieren. Das habe ich auch getan, ich habe sogar eine neuseeländische Reporterin angemailt, weil ich genau Bescheid wissen wollte, um meinem Kater auf keinen Fall zu schaden. Sehr sehr gerne könnt ihr auch mich ausfragen, falls jemand ernsthaftes Interesse daran hat, komplett aus dem Tierleid auszusteigen und trotzdem den Stubentiger glücklich zu sehen, gebe ich gern mein geballtes Wissen weiter :) Sorry, falls mein Kommentar aggressiv rüberkommt, es macht mich einfach immer wieder wütend, wie leichtfertig selbst Veganer die Qualen der "nicht so niedlichen, weil Nutz-" Tiere in Kauf nehmen. <3

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  15. Danke, Esther, für die Aufklärung. Mein Kater wird jetzt seit rund 2 Jahren vegan ernährt (wechselnd Amicat, Benevo Cat und selbstgekocht), er ist neun Jahre alt und es geht ihm prächtig. Ganz zu Anfang bekam er noch das "gute" Aldifutter, dann haben wir ein halbes Jahr mit Biokatzennahrung rumexperimentiert, aber das schlechte Gewissen all den ermordeten Hühnern, Enten und undefinierten "Fleischnebenerzeugnissen" gegenüber wurde immer lauter, sodaß ich - nach ebenfalls langer und ausführlicher Recherche - ein Probierpäckchen Amicat bestellte. Unser Königskater (er regiert, wir dienen) hat sich prompt draufgestürzt, obwohl er sonst immer recht mäkelig gegenüber Fertignahrung war. Großer Pluspunkt! Nassvarianten gibt es übrigens auch fix und fertig als Alleinfutter zu kaufen. Pluspunkt hier: Sie stinken nicht nach Verwesung und Leichenteilen, weil eben keine Leichenteile drin sein müssen. Alles, was die Katze (für Hunde gilt das alles genauso) braucht, ist enthalten. Es kommt in erster Linie auf die richtige Nährstoffzusammensetzung an und nicht, ob genug "Fleisch" drin ist. Btw: Was in Bozita drin ist, verrät der Hersteller ja nun auch nicht genau. Auf der Website steht nur was von Hühnchen, Rind, Schwein etc. Dahinter können sich genauso "tierische Nebenprodukte" verstecken, sonst würden/müßten sie schreiben "Hühnchenfleisch", "Rindfleisch" usw.

    Worum es geht, ist die Einsicht, daß Hunde und Katzen problemlos vegan ernährt werden können, und daß mit dieser Ernährung für sie ein langes, erfülltes, gesundes Leben absolut möglich ist. Unser Kater hat schon immer gern Reis, Mais, Erbsen, Kartoffeln, Mangostücke und einiges andere von unsern Tellern geklaut. Und ich kenne viele Katzen, die ganz ähnliche Vorlieben haben. Das heißt nicht, daß alles gesund für sie ist (genau wie bei Menschen), aber es zeigt doch, daß sie interessiert an verschiedenen Geschmacksrichtungen sind und gern abwechslungsreich essen. Sie brauchen keine toten Tiere, um sich zu ernähren.

    Was mich sehr wundert: Wir behandeln sie wie Familienmitglieder, wir erkennen ihre Individualität, wir sprechen und spielen mit ihnen, sie sind unsere Freunde, wir lieben sie und trauern, wenn sie von uns gehen. Und doch bringen wir es nicht über uns, anständig für ihre Ernährung zu sorgen, sondern setzen ihnen tagein, tagaus denselben Dosenfraß vor? (um es mal etwas überspitzt zu formulieren, nicht böse gemeint, ich will nur zum Nachdenken über das eigene Verhalten anregen). Hätte ich ein Kleinkind zuhause, würde ich doch auch selbst für es kochen und nicht jeden Tag Hipps Babybrei verfüttern. Bei allen (auch veganen) Fertigprodukten muß man sich letztlich auf die Angaben und die Seriosität des Produzenten verlassen. Das fällt mir zunehmend schwer, da es fast überall nur noch um Profitmaximierung geht. Wenn ich allerdings selbstzubereitetes, angereichert mit den erforderlichen Zusätzen, im Wechsel mit Trockennahrung (die man tatsächlich sehr problemlos mit Wasser übergießen kann - und siehe da: Katze trinkt und ißt) anbiete, kann ich recht sicher sein, daß ich niemanden vergifte. Ich weiß beim Großteil der Nahrung wo sie herkommt und wie sie zubereitet wurde, was drin ist (und vor allem: was nicht drin ist). Es ist doch verwunderlich, daß wir so sehr darauf geeicht sind, daß Dosennahrung, die bei 200 Grad sterilisiert wurde und der sämtliche Vitamine und Mineralstoffe erst wieder zugeführt werden müssen, gesünder sein soll, als das, was uns unsere fünf Sinne sagen. Frisch eingekauft vom Markt, selbst zubereitet & direkt serviert... Es kommt mir manchmal so vor, als müsse es unmöglich sein, daß Hunde und Katzen vor Erfindung der Fertignahrung überhaupt überleben konnten.

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  16. Fortsetzung:

    Daß man lieber mit ihnen spielt als sich mit ihrer Ernährung zu befassen, finde ich auch ein sehr fragwürdiges Argument. wenn ich mich bei so etwas ertappe, frage ich mich immer, ob ich das auch so für ein Menschenkind (ich hab keine, aber vorstellen kann mans sich ja) machen würde. Dabei kommt doch erstaunlich häufig raus: Nein. Und dann sollte man sich ernsthaft fragen, warum man hier unterschiedliche Maßstäbe anlegt. Ich könnte nicht guten Gewissens mit meinem Kind spielen, wenn ich ihm zum Abendessen jeden Abend Tiefkühlpizza vorsetzen würde.

    Ich kann mich Esther nur anschließen und möchte allen, bei denen "Haus"tiere leben, ans Herz legen, sich zu informieren und die eigene Moral zu überdenken, die es rechtfertigt, andere denkende, fühlende, leidensfähige Tiere auszubeuten, zu mißhandeln und zu ermorden, damit das eigene Schmusekätzchen oder Schoßhündchen an sein Fleisch kommt. Es geht anders, es geht tierleidfrei, es geht vegan!

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  17. Guter und interessanter Beitrag, möchte aber doch noch eine persönliche Erfahrung mitteilen/anbringen und zwar zum Thema "Autonomie der Katzen" bzw. wenn sie wählen könnten, würden sie Fleisch fressen:
    Als wir den Familien-Kater von meinem Freund zu uns genommen haben (weil das Familienhaus aufgelöst und verkauft worden ist und der Kater somit kein Zuhause mehr hatte), da wussten wir zuerst auch nicht so genau, ob wir ihn vegan ernähren sollen oder nicht. Zudem waren wir auch unsicher, ob der Kater nach dem er 13 Jahre lang "normales" Katzenfutter mit Fleisch bekommen hat, einen Futterwechsel überhaupt akzeptieren würde. Katzen können ja sehr stur und eigenwillig sein. :) Jedenfalls haben wir dann einfach eine Zeit lang immer beides angeboten, zwei Schüsseln nebeneinander, eine mit dem gewohnten Futter und eine mit veganem Katzenfutter (u.a. Amicat). Zu unserer Überraschung hat er immer zuerst das vegane Futter gefressen und je nach Hunger noch vom anderen oder gar nicht. Muss zugeben hätte das auch nie gedacht, aber war wirklich so. Ja und seit dem ernähren wir unseren Kater vegan und er scheint sehr glücklich damit, hat es ja auch sozusagen selbst gewählt.

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    1. Diese Annahme würde aber ja implizieren, dass Katzen wissen, was gut für sie ist. Das tun sie aber nicht unbedingt, ich muss meine Katzen regelmäßig davon abhalten giftige oder einfach unverdauliche Dinge wie Schokolade, Avocados, Plastik und Styropor zu fressen.
      Man könnte auch sagen, ein Mensch, der nur Pizza, Döner und Fastfood isst, hat das ja auch selbst gewählt, also ist das gut für ihn - stimmt aber eben nicht. Und es kommt ja auch auf die Qualität des normalen Dosenfutters an, was ihr gegeben habt - manches ist ja wirklich widerlich und vielleicht riecht Amicat ja besonders gut, was es aber nicht automatisch gesund macht ;)

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