Freitag, 18. Februar 2011

Konsum, Wegwerfgesellschaft und geplante Obsoleszenz

Gerade habe ich auf ARTE den wirklich sehr interessanten Film “Kaufen für die Müllhalde” zum Thema geplante Obsoleszenz und Wegwerfgesellschaft gesehen. Den Film könnt ihr euch auch online HIER ansehen. Ich muss sagen, der Film hat mich wirklich sehr nachdenklich gemacht.

Geplante Obsoleszenz bedeutet, dass die Produkte absichtlich so produziert werden, dass sie nicht allzu lange halten, damit wir immer weiter und weiter neue Sachen kaufen. Das war schon früher so bei Strumpfhosen, heute ist es so bei Glühbirnen und es gibt tausend weitere Beispiele. Im Film wurde das Beispiel eines Druckers genannt, der einen Chip eingebaut hatte, welcher die gedruckten Seiten gezählt hat und nach einer bestimmten Anzahl dann einfach den Drucker quasi deaktiviert hat.

Mich macht das ziemlich wütend. Nicht nur, dass man sich als Konsument ziemlich verarscht vorkommt und man quasi gezwungen wird, mehr Geld auszugeben, denn manche Geräte braucht man eben heutzutage einfach, nein, die Gier nach Profit seitens der Firmen und Hersteller ist so groß, dass sie absichtlich in Kauf nehmen, dass ständig Produkte weggeschmissen werden. Das ist nicht nur Geldverschwendung, vor allem ist es Umweltverschmutzung hoch 10! Es wird so viel unnötiger Elektroschrott produziert, der die Erde wer weiß wie verschmutzt. Ordentlich entsorgt werden die Sachen dann natürlich auch nicht, nein sie werden in 3. Welt Länder gebracht, obwohl das eigentlich sogar verboten ist. Die Produzenten geben dann an, noch funktionstüchtige 2nd Hand Ware in diese Länder zu liefern, allerdings sind über 80 % der Waren einfach nur Schrott.

In diesen Ländern leben, wie wir alle wissen, viele Menschen in sehr ärmlichen Verhältnissen. Die Müllhalden, die die Industrieländer dort schaffen, sind für sie eine Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen, in dem sie die Sachen auseinander nehmen, zum Teil verbrennen, um an die noch verwertbaren Metall-Bestandteile zu kommen. Sogar Kinder machen das oft schon. Diese Menschen atmen dabei zum Teil so giftige Dämpfe ein, dass sie extrem krank werden, sie schneiden sich an Glas etc. Ich kann einfach nicht verstehen, wie die Hersteller dieser Produkte das moralisch überhaupt verantworten können? Die Leute in den 3. Welt Ländern ertrinken zum Teil in Elektroschrott und erkranken schwer an den giftigen Dämpfen… Und das alles nur, weil die Firmen noch mehr Geld machen wollen und Produkte herstellen, die möglichst schnell kaputt gehen und so unzählige Tonnen und unnötigen Müll produzieren? Ich kann so etwas echt nicht fassen, ich wusste ja, dass der Elektroschrott oft nach Afrika gebracht wird und dort solche Schäden anrichtet, aber dass durch geplante Obsoleszenz so extrem viel Extra Schrott produziert wird, das war mir noch nicht so ganz klar.

Mich macht sowas echt traurig, wie kann man nur so auf seinen Profit aus sein, ohne Rücksicht auf die Umwelt und andere Menschen? Vor allem bin ich mir sicher, dass die Firmen auch mit einer anderen Strategie sehr gut fahren würden. Wenn sie nämlich wirklich langlebige und hochwertige Produkte herstellen würden, dann würde sich sicher auch keiner über einen höheren Preis beschweren. Aber anscheinend bringt die andere Taktik ja mehr Geld ein und alles andere ist dann egal… Natürlich hat die geplante Obsoleszenz viele Arbeitsplätze geschaffen und vermutlich auch den Fortschritt angekurbelt… Viele Produkte würde es sonst so heute wahrscheinlich gar nicht geben… Aber das rechtfertigt es für mich absolut nicht, weil ich denke, dass man das auch anders hätte erreichen können, wenn auch vielleicht langsamer und mit etwas weniger Profit für die Produzenten…

Ehrlich, sowas schockiert mich echt, dabei ist es ja bei der Massentierhaltung fast das Selbe und eigentlich sollte mich es nicht mehr erstaunen… Aber dieser Bericht hat mir grad nochmal so richtig deutlich ins Gesicht geschrien, wie egoistisch und ignorant die Menschen sind. Zumindest viele.

Ich persönlich versuche ja schon, möglichst umweltfreundlich und nachhaltig zu leben. Wir sind jetzt auf Waschnüsse umgestiegen, dazu werde ich auch noch berichten, ich achte auch bei anderen Putzmitteln darauf, dass sie möglichst umweltschonend sind, wobei ich mir leider nicht ausschließlich Putzmittel aus dem Bio Laden leisten kann, aber auch DM und Discounter haben ja inzwischen “Grüne” Putzmittel Linien und die versuche ich verstärkt zu kaufen. Ich kaufe Bio wo ich kann, leider geht auch das finanziell nicht ausschließlich. Ich kaufe überwiegend Naturkosmetik usw. Aber das reicht mir persönlich nicht. Ich will so wenig wie möglich zu dieser Wegwerfgesellschaft gehören. Klingt vielleicht komisch, wo ich ja hier ständig Raubzüge präsentiere und zeige, was ich mir gekauft habe, aber ich versuche auch davon wirklich nie etwas wegzuschmeißen! Ich kaufe Kosmetik mittlerweile viel bewusster und ich kaufe mir auch nur noch Sachen, die ich wirklich aufbrauchen werde. Gestern habe ich mir ja 4 Duschgele bestellt, natürlich brauche ich nicht so viele auf einmal, aber ich werde sie alle aufbrauchen! Ich kaufe auch nur noch DeKo, die ich wirklich aufbrauchen will, auch Klamotten schmeiße ich nie weg oder so, außer sie sind wirklich kaputt, sondern nutze die Altkleidersammlung vom Roten Kreuz oder verkaufe manches 2nd Hand auf Ebay… Auch das erscheint mir irgendwie noch viel zu wenig, denn wenn bei mir ein Elektrogerät wirklich kaputt geht, dann muss ich es auch wegwerfen und produziere viel Schrott… Natürlich macht das jeder, aber ich habe deswegen ein schlechtes Gewissen, weil ich es einfach falsch finde. Vor allem finde ich es falsch, dass man von den Produzenten der Konsumgüter durch solche Taktiken quasi dazu gezwungen wird und sich in vielen Situationen nicht anders verhalten kann…Wie eine hilflose Marionette, irgendwie...

Ich will weiterhin versuchen, noch bewusster zu konsumieren, ich weiß, dass ich dabei noch alles andere als perfekt bin, aber ich kann ja dazu lernen ;) Nur Sachen kaufen, die ich wirklich aufbrauchen werde bzw die ich nachher nicht wegschmeißen muss, sondern z.B. weiterverschenken kann. Ich will noch mehr auf Bio und Umweltfreundlichkeit achten. Ich liebe die Natur und wünsche mir echt nichts mehr, als dass die Menschheit aufhört sie zu zerstören, aber leider kann man als Einzelner dagegen keine Wunder bewirken… Immerhin fange ich im Kleinen an. Wenn ihr dazu noch Tipps habt, her damit ;)

Vielleicht ist auch das alles irgendwo der Grund, wieso ich mich abgewandt habe von der Youtube Beauty Szene. Ich liebe Kosmetik immer noch, das gebe ich auch zu und auch, dass ich mehr besitze als man braucht, aber in der YouTube Gemeinde ist das zum Teil doch schon sehr ausgeufert und ich will mich davon nicht länger anfixen lassen und nicht dazu gehören, auch wenn ich nie so massenweise konsumiert habe, wie viele andere, bei denen ich das so mitbekommen habe. Ich will nicht zu denen gehören, die hunderte Lipglosse wegwerfen, weil sie irgendwann schlecht werden. Das, was ich jetzt habe, kann ich noch aufbrauchen, aber dazu musste ich mein Kaufverhalten auch etwas ändern und runterfahren. Youtube hat da irgendwie einen schlechten Einfluss auf viele und damit meine ich auch mich! ;) Es ist doch irgendwo auch immer eine Art Gruppenzwang und auch Werbung und davor sind wir alle nicht 100%ig gefeit…

Mich würde eure Meinung dazu interessieren und was ihr zu dem Film sagt, falls ihr ihn gesehen habt…

Ich verabschiede mich mit einem Zitat aus dem oben genannten Film: Die Welt hat genug für Jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für Jedermanns Gier!

Kommentare:

  1. Ich hab den Film noch nicht gesehen, aber das will ich am Wochenende auf alle Fälle noch tun. Das mit dem Konsumverhalten habe ich ja bei mir auch schon geschrieben, ich brauche persönlich da auch eine Veränderung.
    Das mit den Geräten war mir nun neu und erschüttert mich doch mehr als ich dachte. Die Frage ist halt wieviel man wirklich von seinem eigenen Konsum "herunterfahren" kann.
    Ich will es auf alle Fälle probieren.

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  2. Das kann ich hier nur unterschreiben! So ging es mir ja auch. Dennoch finde ich es immer wichtig, dass man es von selbst einsieht, dass man zuviel kauft. Ein großer Schritt!

    Diese Wegwerfgesellschaft kotzt mich nur noch an. Wenn ich sehe was schon allein an Lebensmitteln weggeschmissen wird, fährts mir die Nackenhaare hoch!

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  3. Ich finde deine Entscheidung sehr bewundernswert und richtig.
    Mir fällt der "Verzicht" zeitweise wirklich schwer. Ich gehöre nicht unbedingt zu den kaufsüchtigen, aber es fällt mir tatsächlich oft schwer wichtiges von unwichtigem zu trennen.
    Ich glaube ich schreibe, weil das Thema ja grade aktuell die Runde macht, selbst die Tage mal einen Eintrag dazu.
    Danke dir für die Inspiration und Gruß unbekannterweise an die Katzengang ;)

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  4. @Tisi: schwer fällt mir das auch, da ich echt zu "kaufsüchtigem"^^ verhalten neige...aber ich werde mir ja deswegen jetzt auch nicht mehr nichts kaufen, sondern eher sachen, die ich auch wirklich gebrauchen kann bzw die ich nicht wegschmeißen muss. bei klamotten zb denke ich, schade ich keinem wenn ich mir das kaufe, was ich haben mag, es aber dann in ein paar jahren über ebay verkaufe oder ans rote kreuz spende...damit schmeiße ich es ja nicht weg und andere haben noch etwas davon.
    nur bei kosmetik will ich echt reduzieren. duschgele und so die werden ja nicht schlecht, die kriegt man ja immer aufgebraucht, aber zb lipglosse, lippenstifte, nagellacke etc. die halten sich halt einfach nicht ewig und da will ich nur noch so viel kaufen, dass ich wirklich alles aufbrauchen kann. solange ich nichts wegwerfe außer es geht wirklich nicht anders, weil manche sachen halt irgendwann entgültig kaputt sind, finde ich konsum auch nicht so schlimm, solange man es bewusst macht...

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  5. Ich finde, es klingt sehr gut, dass du was ändern willst. Es ist schwer. Was du über Elektrozeug gesagt hast, das konnte ich hier bisher gut beobachten. Beide Laptops haben kurz nacheinander das Zeitliche gesegnet. Beide sind aber noch hier- den einen kann ich mit externem Bildschirm noch nutzen, der andere hat hoffentlich nur ein kaputtes Akku. Das lässt sich ersetzen. Der Drucker ging auch genau zum Ende der Garantiezeit kaputt, aber der ist auch noch hier- im Moment als verkleideter Sockel. ^^ Unsere Glühbirnen hingegen halten jetzt schon fast drei Jahre ohne ausgetauscht werden zu müssen, und der kleine Fernseher ist schon annäherend zehn Jahre alt, obwohl ich ihn fast täglich wenigstens kurz nutze.
    Alles was ich mir kaufe, und mag es noch so viel wirken, brauche ich auf. Deswegen bin ich zur Lunette übergegangen (weil der allermeiste Müll von Binden etc. produziert wird). Schmuck etc. trägt man ja ewig und wenn man keine Lust mehr drauf hat, verschenkt oder verkauft man es weiter.
    Wir heben auch alle Einmachgläser auf, weil man damit mannifaltige Dinge anstellen kann. Kosmetik habe ich nur soviel, wie ich auch immer benutze. Und ich kaufe nichts nach, wenn es noch nicht leer ist. Mein einziges Problem sind Plastiktüten. Die häufen sich so schnell an! Hier eine, dort eine, und schon häufen sie sich und man hat keine Ahnung, wie man die verbrauchen soll. Ich werde deshalb noch mehr drauf achten, immer schön Stofftüten etc. von zuhause mit zu nehmen. Aber manchmal kriegt man auch ungefragt Tüten. Naja, im Kleinen anfangen ist immer gut!

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  6. Den Film kann ich mir gerade wegen schlechter Internetverbindung noch nicht ansehen, aber das werde ich nachholen.

    Ich wollte mal etwas zu den Waschnüssen sagen:
    Ich habe gehört, dass es durch den "Öko-" und "Bio"-Trend in Europa vermehrt zum Aufkaufen von Waschnüssen, vor allem aus Indien kommt, um den Bedarf hier zu decken. Dadurch müssen die einheimischen Inder wiederrum auf pure Chemie zurückgreifen, um zu waschen, was wiederrum die Flüsse verschmutzt. Ich hab keine Ahnung, ob das wirklich stimmt, aber ich dachte, dich interessiert das vielleicht, falls du das recherchieren möchtest.

    Ansonsten kann ich dir aber voll und ganz zustimmen. Wir leben im puren Luxus und dabei muss, neben vielen Menschen und Tieren, auch die Natur leiden. Dabei ist der Konsum ein Teufelskreis. Die Produzenten schaffen Bedarf, die Menschen fordern Waren.
    Die Menschen wollten immer das neuste Handy mit der modernsten Technik haben, also erschaffen Handyanbieter Tarife, bei denen man alle zwei Jahre ein neues Handy bekommt. Egal, ob das alte kaputt ist oder nicht. Die Welt ist so schnelllebig, dass viele Dinge einfach nicht mehr "für die Ewigkeit" gebaut werden. Unter anderem wird dann mit diesen Chips nachgeholfen.
    Aber ich glaube, du gehst schon den richtigen Weg. Es sollten viel mehr Menschen bewusster konsumieren.

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  7. ich finde klasse, daß du dieses thema ansprichst. im grunde hilft schon, dinge "zu tode" zu benutzen. wenn z.b. der laptop-bildschirm nicht mehr tut (ich bezieh mich auf seas posting), könnte frau mal einen elektroladen aufsuchen - ich meine, wo die bastler sich treffen und die chefs noch selbst schrauben, also keine elektromarktkette, die einer eh nur neues zeug andrehen wollen. vieles ist nämlich noch zu retten, selbst wenn wir nicht-bastler es nicht mehr hinbekommen.

    grundsätzlich hilft es auch, möglichst viel selbstzumachen. angefangen bei klamotten (für die frau alte stoffe recyclen kann), über brotaufstriche bis hin zu kosmetik (seifen- und cremes zu rühren ist ein tolles hobby, und als bonus weiß frau genau, was drin ist).

    eine gute idee ist es auch, sachen zu tauschen. da kannst du direkt legal steuern hinterziehen :)

    naja. für mich steht die frage "was brauche ich eigentlich WIRKLICH?" ganz am anfang. bei näherer betrachtung wurde mir klar, daß ich viele dinge besitze / kaufe / konsumiere, die ich eigentlich gar nicht brauche. ich bin keine asketin. klar habe ich freude an schönen dingen. aber ich brauche davon nicht drei milliarden stück. maßvoll leben, nicht maßlos.

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  8. Ich arbeite ja schon seit Jahren in der Gastronomie. Und von Beginn an war ich erschrocken, wie viele Nahrungsmittel jeden Tag weggeworfen werden. Teilweise stammen die Sachen dann auch noch aus z.B. Kenia. Das heißt, wir nehmen den Kenianern das Essen weg, obwohl die selbst teilweise verhungern und essen dann auch nur dreiviertel davon, weil der Rest zu viel war und vergammelt.
    Vor einigen Jahren habe ich davon gelesen, dass eine Bekleidungsfirma ein Patent auf ein mehr oder weniger unkaputtbares Nylongewebe hat, aber dieses nicht herstellt, weil ja sonst keiner mehr regelmäßig Strumpfhosen kaufen würde. Und wie du ja schon gesagt hast wird diese Strategie auch auf andere Produkte angewendet.
    Und das sind ja nur wenige solcher Probleme, es gibt noch so viele weitere Beispiele.

    Wenn man sich das alles vor Augen hält, kommt einem die Welt so wahnsinnig vor. Wie leben wie zu Zeiten vor der Französischen Revolution, der Reichtum der Wenigen braucht und beruht auf der Armut und der Ausbeutung von Vielen.

    Ich finde deinen Schritt sehr wichtig und das ist auch das "Projekt" welches ich auch als nächstes angehen will. Allerdings weiß ich noch nicht so genau, wo ich da die Grenzen ziehen soll, aber da wird sich schon ein Weg finden.

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  9. Was Raine über die Waschnüsse sagt, habe ich auch gehört. *nick*
    Und ich habe es auf jeden Fall auf meiner Liste, beide Schleppis zum Elektroladen zu bringen. Wir haben hier glücklicherweise ein paar kleine Familienbetriebe.

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  10. gestern habe ich erdbeeren aus afrika im supermarkt gefunden für 69ct. kann das sein? das ist auch so eine schweinerei, daran ist nichts mehr verdient. unsere konsumgesellschaft ist schon manchmal zum kotzen.

    den film hab ich auch noch nicht gesehen, was ich aber noch tun werde..

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  11. @raine & @seamera davon habe ich noch nichts gehört, in der doku, die ich auf youtube über waschnüsse gesehen hatte, hatten sie zum einen gesagt, dass die arbeiter, die die waschnüsse sortieren bzw pflücken ein vergleichsweise gutes gehalt kriegen und das die waschnüsse dort einfach deswegen nicht so oft genutzt werden, wie anderes waschmittel,weil waschnüsse nur in waschmaschinen funktionieren, die dort nur wenige haben. aber ich bin offen für neue infos, habt ihr da vielleicht irgendwelche links zu?

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  12. Wiki sagt:

    'Durch den steigenden Gebrauch von Waschnüssen in Westeuropa versechsfachte sich deren Preis im Herkunftsland Indien zwischen den Jahren 2003 und 2008, so dass die Preiswürdigkeit der Waschnuss als Waschmittel gegenüber anderen Waschmitteln abnahm.'

    Aber ich suche noch weiter.

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  13. TAZ- Artikel:

    http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/waschnuesse-mangel-durch-bio-boom/

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  14. danke für den link! allerdings steht da ja auch,was ich schon sagte, dass sie dort aus waschmaschinenmangel eh kaum einer nutzt. ganz so ideal ist das natürlich auch nicht...aber ist es besser normales, umweltbelastendes waschmittel zu nutzen, wenn sie in inden ja viel weniger genutzt werden? ich weiß es nicht...

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  15. Nein. Ich denke auch nicht. Irgendwo muss man da auch mal die Grenze ziehen.

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  16. Es ist schon eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits kaufe ich dem ausländischen Markt die Waschnüsse weg bzw. treibe die heimischen Preise in die Höhe, weil Produzenten einen neuen Markt wittern, nur um mein ökologisches Gewissen zu beruhigen. Andererseits würde das bedeuten, dass ich mich für umweltschädliches Waschmittel entscheide ohne zu Wissen, ob die in Indien nicht trotzdem auf die chemische Plörre zurückgreifen.
    Ich persönlich möchte keine Waschnüsse benutzen und greife lieber zum "umweltfreundlichsten" Waschmittel im Laden. Aber die Entscheidung muss jeder für sich treffen. Eine Ideallösung gibts nicht. :-)

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  17. Diese Gedanken hat in mir vor knapp einem Jahr mein Freund bei mir ausgelöst und es war ein sehr schwieriger Prozess mit viel Selbstkritik nötig, um mich von meinem Konsumtrip, den ich auch von meinen Eltern vorgelebt bekam herunterzukommen- und so ganz gelingt es mir immernoch nicht. Ein guter Tip die Industire in ihrer Produktion ein wenig zu bremsen ist, auch selbst viel aus Zweiter Hand zu kaufen. Zum Beispiel haben wir, als wir nun zusammengezogen sind, eigentlich keine neuen Möbel gekauft sondern soviel wie möglich behalten, von Familie und Bekannten organisiert und bei second-Hand-Möbelläden gekauft (soweit ich weiß kommst Du ja auch aus Köln- da kann ich Dir Troc und Emaus empfehlen!)
    Eine weitere wichtige, wenn auch kleine Maßnahme: Plastiktüten vermeiden und schon vor dem Einkauf genug Stoffbeutel o.ä. mitnehmen, denn Plastikbeutel sind ein großer Verschmutzender Faktor.
    Liebe Grüße,
    Eva

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  18. Es ist nicht einfach aus diesem ganzen Morast aus Suggestion und vorgegaukelten Bedürfnissen auszubrechen. Überall wird man vollgestopft mit potentiellen Wünschen nach mehr.
    Schwer da wirklich konsequent zu bleiben.

    Solche Filme wie der oben genannte helfen dabei, immer wieder wach zu rütteln und auch mal zu hinterfragen.
    Im Grunde liegt die Verantwortung beim Verbraucher. Unternehmen haben sie längst abgegeben, es zählt nur noch der Kommerz.

    Lieben Gruß
    Katja - die manchmal einfach kotzen will, wenn man über all das genauer nachdenkt.

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  19. "geplante Obsoleszenz" habe ich gerade zum ersten Mal gelesen und bin echt ziemlich schockiert. Da werden die Geräte teilweise wirklich so manipuliert, dass sie nach einer bestimmten Zeit unbrauchbar werden. Der Wahnsinn. Da wird man ja praktisch dazu gezwungen unnötigerweise Geld auszugeben und Müll zu produzieren.
    Bis zu einem gewissen Grad ist Konsum ja schon auch schön, aber nur einzukaufen um dem neuesten Trend zu entsprechen? Nö, nicht mit mir.

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  20. Ich habe die ARTE-Doku auch gesehen und war ziemlich geschockt über diese Wegwerf-Gesellschaft, die ja nicht nur bei uns Realität ist.
    Vor allem schlimm diesbezüglich finde ich Apple. Diese Firma stellt überteuerten Edelschrott her, der dank eingebautem Akku nach wenigen Jahren entsorgt werden muss, da sich eine Reparatur schlicht nicht lohnt. Aus diesem Grund kommt mir nichts von Apple ins Haus.

    Ich selbst benutze übrigens Waschmittel, habe allerdings auch eine Waschkugel, die den Verbrauch verringern soll. Und ich meine, dass sie tatsächlich etwas bewirkt.
    Ansonsten nutze ich auch Stofftaschen für den Einkauf und wasche sie manchmal, wenn sie arg verschmutzt sind.

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